Ramsauer kommt zu Tunnel-Anschlag auf die Alb

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Peter Ramsauer (Foto: dpa)
Schwäbische Zeitung

Die Arbeiten für den Bau der ICE-Neubaustrecke Wendlingen–Ulm gehen mit spektakulären Bauarbeiten weiter. Wie die Bahn jetzt mitteilt, hat am Steinbühltunnel bei Hohenstadt termingerecht der bergmännische Vortrieb begonnen. Am Freitag, 19. Juli ist der feierliche Anschlag des Tunnelbaus durch Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und dem Vorstandsvorsitzenden der Bahn, Rüdiger Grube, vorgesehen.

Obwohl die vorbereitenden Erdbauarbeiten durch den harten Winter auf der Alb um sechs Wochen im Verzug waren, gelang es der Bahn und ihren Auftragnehmern diese Verzögerung wieder aufzuholen: 150 000 Kubikmeter Felsgestein sind binnen sechs Wochen an der Startbaugrube Pfaffenäcker ausgehoben worden. Darüber hinaus läuft bereits der Bau des Tunnels Widderstall in offener Bauweise auf der Albhochfläche. Die Erdarbeiten entlang der Autobahn A8 sind auf einer Länge von rund sieben Kilometern in vollem Gange. Der Bund nutzt den Bau der Neubaustrecke, um in diesem Bereich die Autobahn auf sechs Fahrstreifen auszubauen.

Die bereits seit mehreren Monaten laufenden Arbeiten im Hauptbahnhof Ulm werden ebenfalls fortgesetzt: Unter „rollendem Rad“ wurden in mehreren Nachtbaustellen, wie berichtet, an der Hauptstrecke nach Stuttgart Hilfsbrücken für den Ersatzneubau einer Eisenbahnbrücke eingebaut. Die neue Eisenbahn-Überführung bei der Neutorbrücke ist die Voraussetzung, um die Ingenieurbauwerke vom Ulmer Hauptbahnhof zum Portal des Albabstiegstunnels am Kienlesberg zu schaffen.

„Wir sind auf einem guten Weg. Was jahrelang geplant wurde, nimmt endlich Konturen an“, sagte der Projektsprecher des Bahnprojekts Stuttgart–Ulm, Wolfgang Dietrich, bei der Präsentation des aktuellen Stands der Bauzeiten: „Wir sind auf einem guten Weg – in Stuttgart und erst recht auf der Neubaustrecke von Wendlingen nach Ulm. Es ist jetzt nicht mehr die Frage, ob wir bauen, sondern wie wir bauen.“ Wo es aktuell Verzögerungen gebe, wirken die sich nicht auf den angepeilten Inbetriebnahme-Termin 2021 aus, versicherte Dietrich.

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