Prozessauftakt: Urspring-Mörder soll Zeugen mit dem Tode bedroht haben

Lesedauer: 2 Min
Der 30-Järhige wurde bereits wegen Mordes verurteilt. Nun steht er erneut vor Gericht, weil er einem Zeugen von damals mit dem Tod gedroht haben soll. (Foto: Ludger Möllers)
Deutsche Presse-Agentur

Ein verurteilter Mörder steht von heute an erneut vor Gericht. Vor 13 Jahren hatte der heute 30-Jährige in der Urspringschule bei Ulm einen Mitschüler getötet und wurde deshalb zu zehn Jahren Haft verurteilt.

Jetzt, nach drei Jahren in Freiheit, wirft die Staatsanwaltschaft dem Angeklagten vor, Anfang des Jahres einen Zeugen von damals mit dem Tod bedroht und weitere Menschen attackiert zu haben.

Zu sehen ist die so genannte Mühle bei Urspring, in der der getötete Schüler mit anderen Internatsschülern in einer Wohngruppe g
Eine Aufnahme von damals, 2006: Zu sehen ist die so genannte Mühle bei Urspring, in der der getötete Schüler mit anderen Internatsschülern in einer Wohngruppe gelebt hat. In der Bildmitte ist auch die Haustür zu erkennen, vor der der Schüler seinen Verletzungen erlag. (Foto: Archiv / Wolfgang Schmid)

Der Mann muss sich deshalb nun vor dem Landgericht Ulm verantworten. Kommt die Kammer zu dem Schluss, dass er eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt, kann sie ihn vorerst zeitlich unbegrenzt in eine Psychiatrie einweisen lassen.

Nach vorläufiger Einschätzung eines Sachverständigen leidet der Mann unter Schizophrenie, wie es von der Staatsanwaltschaft hieß. Er könnte deswegen bei einigen Taten schuldunfähig gewesen sein. Das Urteil wird am 2. Dezember erwartet.

Als 17-Jähriger hatte der Angeklagte im Internat Urspringschule einen Mitschüler mit vier Messerstichen in den Rücken getötet. Wegen Mordes verhängte das Landgericht Ulm 2006 die höchste Jugendstrafe von zehn Jahren Haft.

Kriminalstatistik 2018 nach Landkreisen

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen