Probleme an der Uniklinik: Erstes Gespräch zwischen Vorstand und Verdi

Die Universitätsklinik in Ulm hat sich mit der Gewerkschaft ver.di auf ein gemeinsames Vorgehen bei der Entlastung von Mitarbeitenden auf der Corona-Intensivstation verständigt. Das hat ein Gespräch zwischen der Klinikleitung und der Gewerkschaft ver.di ergeben. Die Dienstleistungsgewerkschaft hatte die Arbeitsbedingungen zuletzt stark kritisiert. Die Klinikleitung wies diese Anschuldigungen aber zurück. Nun haben sich beide Seiten darauf geeinigt, mögliche entlastende Maßnahmen näher zu prüfen.
Schwäbische Zeitung

Pfleger am Limit und ausgebrannte Mitarbeiter auf der Intensivstation? Die Vorwürfe Anfang Mai wogen schwer, schnell widersprach Professor Udo Kaisers, der Vorstandsvorsitzende und Leitende Ärztliche Direktor des Uniklinikums Ulm, diesen Aussagen. Von chaotischen Zuständen könne nicht die Rede sein, hieß es damals vonseiten des Vorstands. Doch die Gewerkschaft forderte die Parteien zu einem gemeinsamen Gespräch auf. Dieses hat inzwischen stattgefunden.

Beteiligt waren auf der Seite des Universitätsklinikums Ulm Professor Kaisers und Mitglieder der „Task Force Corona“ aus der Ärzteschaft, Pflege und Verwaltung. Auf Seiten von Verdi haben die Stuttgarter Gewerkschaftssekretärin Silke Hansen, der Ulmer Gewerkschaftssekretär Jannik Widon und Jonas Schamburek sowie Wolfgang Hogh aus dem Team der Covid-19-Intensivstation teilgenommen.

Zurückgewiesen hat das Universitätsklinikum Ulm den Vorwurf „chaotischer“ Zustände auf seiner Covid-19-Intensivstation. (Foto: Christoph Schmidt/dpa)

Im Gespräch erörterten laut Verdi beide Seiten die Herausforderungen der hochspezialisierten Patientenversorgung auf der Covid-19-Intensivstation der Uniklinik und die damit verbundenen besonderen Belastungen an die Mitarbeiter des Universitätsklinikums.

Beide Seiten unterstrichen die außerordentlich hohen Leistungen der Mitarbeiter aller beteiligten Berufsgruppen, die mit hohem Engagement und Qualität seit mehr als 14 Monaten die Versorgung für Stadt und Region sicherstellen. Gerade aufgrund dieser hohen Motivation sei auch der Anspruch an sich selbst stets hoch gewesen. Das Arbeitspensum seit Beginn der Pandemie habe da schnell zu Frust geführt.

Man will weiter im Austausch bleiben

Das Uniklinikum und Verdi haben sich darauf verständigt, über die genaue Ausgestaltung verschiedener Instrumente zur Personaleinsatzplanung nun weiter im Austausch zu bleiben. Dies umfasse Gespräche über eine Anpassung der aktuell auf der Intensivstation genutzten Priorisierungsliste zu spezifischen pflegerischen Maßnahmen. Dies soll in Form eines Ampelsystems eingeführt werden, das die Arbeitsbelastung aufzeigen soll.

Diese Liste definiert, welche patientennahen Tätigkeiten bei sehr hohem Arbeitsanfall vorrangig durchgeführt werden. Weiterhin soll mit dem Team der Intensivstation erarbeitet werden, welche Anpassungen der Personaleinsatzplanung die Mitarbeiter als entlastend beurteilen. Hierfür soll mit den Mitarbeiter und der Stationsleitung der Intensivstation ein Vorschlag erarbeitet werden.

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