Posten war unbesetzt: Jetzt hat Ulm wieder eine Citymanagerin

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Wieder mit Chef: Das Ulmer City Marketing-Team (von links) besteht aus Ela Gök, der neuen Citymanagerin Sandra Walter, Gabi Wild
Wieder mit Chef: Das Ulmer City Marketing-Team (von links) besteht aus Ela Gök, der neuen Citymanagerin Sandra Walter, Gabi Wild sowie Eugen Müller. (Foto: Moritz Reulein)
Schwäbische Zeitung

Sandra Walter (39) ist neue Citymanagerin in Ulm. Die Diplom-Wirtschaftswissenschaftlerin ist die Nachfolgerin von Stefan Greiner, der den Posten lediglich neun Monate inne hatte.

Wie der Ulmer Händlerzusammenschluss „Ulmer City Marketing“ am Dienstag mitteilte, ist Sandra Walter schon seit dem 1. Juli an Bord. Sie nutzte die bisherige Zeit offenbar, um sich einzuarbeiten.

Eine „qualifizierte Marketing-Spezialistin“

„Wir sind sehr froh, dass wir mit Sandra Walter eine qualifizierte Marketing-Spezialistin gewonnen haben, die bereits mehrere Jahre Führungs- und Berufserfahrung im klassischen und digitalen Marketing sowie im Projektmanagement mitbringt“, sagt Michael Klamser, der Vorsitzende des Vereins „Ulmer City Marketing“. Und teilt mit, was sich der Verein von Walter erhofft.

Klamser: „In dieser durch die Pandemie beschleunigten Zeit des Wandels gilt es im Besonderen, Werte zu erhalten und trotzdem die Offenheit und den Weitblick zu haben, sich selbst und sein Handeln zumindest zum Teil neu zu erfinden. Mit Sandra Walter versprechen wir uns nicht nur den nötigen Sachverstand, sondern auch den Freigeist für diese überaus reizvolle und herausfordernde Chance, das Ulmer City Marketing für Ulm und für seine Mitglieder weiterzuentwickeln und den Standort nachhaltig zu stärken.“

Sandra Walter, die 2005 in Ulm ihr Diplom als Wirtschaftswissenschaftlerin absolviert hat und die vergangenen Jahre als Marketingleiterin in einem international erfolgreichen Familienunternehmen tätig gewesen sei, freue sich auf die neue Aufgabe und habe sich direkt in die Arbeit gestürzt.

Die nächsten Schritte in der „Ausnahmesituation“

Sandra Walter: „Mein Anliegen ist es, im ersten Schritt unsere Mitglieder kennenzulernen und aufzunehmen, welche Themen primär bewegen. Wo lässt sich direkt und kurzfristig unterstützen und was kommt auf die langfristige Agenda?“ Weil sich wegen der Pandemie der Einzelhandel, die Gastronomie und die Hotellerie in einer „Ausnahmesituation“ befänden, hätten sich aber auch die Bedürfnisse und Sorgen der Mitglieder und somit das Daily Business im City Marketing gewandelt.

Walter weiter: „Events und Veranstaltungen sind derzeit zweitrangig, der Fokus liegt oftmals auf den Herausforderungen, die die Corona-Verordnungen mit sich bringen.“

Mittelfristig stehe, so Walter, die „Finalisierung“ des digitalen Marktplatzes der Ulmer City und des teildigitalisierten City-Gutscheins an. Bestreben sei es, die Lücke zwischen Online- und Einzelhandel beziehungsweise Dienstleistung zu schließen. Hierbei gebe es zahlreiche Möglichkeiten, bei denen die Mitglieder bestmöglich unterstützt werden sollen

Nicht alles muss verfügbar sein

Ziel sei es aber nicht, alle Produkte und Dienstleistungen online verfügbar zu machen, sondern dem Kunden im Vorfeld bereits digital aufzuzeigen, „welche Vielfalt hier in Ulm verfügbar ist“, so die neue Citymanagerin.

Eingearbeitet werde Sandra Walter aktuell durch Michael Klamser und das Ulmer City Marketing-Team bestehend aus Ela Gök (Projektleiterin für Events und Social Media), Eugen Müller (Projektleiter für Digitales) und Gabi Wild, die den Fokus auf den Finanzen und der Abwicklung des City-Gutscheins hat.

Viel Bewegung in der City

„Ich wurde vom City Marketing-Team und dem Ulmer Netzwerk absolut offen und herzlich aufgenommen und direkt in die wichtigsten Projekte integriert. Aktuell ist in der Ulmer City sehr viel in Bewegung, die Herausforderungen sind immens, aber genau das ist es, was die neue Aufgabe für mich so spannend macht“, so Sandra Walter.

Privat lebt die 39-Jährige in Neu-Ulm (Reutti) und ist am liebsten mit ihren beiden Töchtern (zwei und vier Jahre alt) und ihrem Mann unterwegs. „Unsere wunderschöne Zweilandstadt hat so viel zu bieten: unzählige Freizeitaktivitäten, Shoppingvielfalt wie es sie nur noch in wenigen Städten gibt und eine Gastronomie, bei der für jeden Geschmack etwas dabei ist – ich denke, da können wir uns alle sehr glücklich schätzen. Jetzt müssen wir nur wieder verstärkt das regionale Angebot nutzen, damit uns diese Vielfalt auch erhalten bleibt“, appelliert Sandra Walter.

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