„Pop up Space“: Ulm bläst zum Sturm auf die Wilhelmsburg – das ist geboten

Lesedauer: 5 Min
Blasmusiker vor der Burg
Musik, Kunst, Theater und mehr gab es 2018 auf der Wilhelmsburg. Am Donnerstag startet die zweite Auflage des „Pop up Space“. Archivfoto: Kaya (Foto: Archiv: Kaya)
Schwäbische Zeitung

Das komplette Veranstaltungsprogramm, das bis einschließlich 29. September geht, gibt es unter www.die-wilhelmsburg.de

Der „Pop up Space“ auf der Wilhelmsburg geht in die zweite Runde. Nach der erfolgreichen Bespielung mit mehr als 12.000 Besuchern im vergangenen Jahr, soll auch diesen Sommer die Festung auf dem Michelsberg nach dem Motto „Stürmt die Burg“ zum Leben erweckt werden. Start ist am 8. August, das Programm endet am 29. September.

Zu diesem Anlass wurden fünf Kulturprojekte ausgewählt, die sich im Rahmen der Projektförderung kreativ mit der Wilhelmsburg auseinandersetzen.

Insgesamt waren 34 Projektanträge von Kulturschaffenden aus der Region, aus Deutschland, Großbritannien, Österreich und der Schweiz bei der Kulturabteilung der Stadt Ulm eingegangen. Folgende Projekte erwarten die Stürmt die Burg Fans auf der Wilhelmsburg:

Eine „Lightsculpture“ bereitet die Künstlerin Vanessa Hafenbrädl vor: Mit Beamer und Nebelmaschine wird ein sich stetig verändernder Lichttunnel geschaffen. Die interaktive Videoinstallation soll zum Verweilen im Licht einladen und die Betrachtenden selbst zur Lichtskulptur werden lassen.

Elisabeth Würzl und Michael Schlecht beziehen als Künstler beziehungsweise Kuratoren in Residence die Wilhelmsburg. In ihrem Projekt „reframe.burg“ sind vier Kunstschaffende eingeladen, in Form eines künstlerischen Staffellaufs mit ihren vor Ort erschaffenen Arbeiten die Burg neu zu deuten. Alle zwei Wochen wird samstags eine neue künstlerische Interpretation gezeigt und der Ort anschließend an das nachfolgende Künstlerteam zur weiteren Überschreibung und Bespielung übergeben.

Das Ulmer Heyoka-Theater lädt am 15./17./18. August zu einer theatralen Burgexpedition mit Musik durch unausgebaute Räume der Wilhelmsburg ein. Dieser „Ver Wandel Gang“ soll das Potenzial der Burg erforschen, die als lebendiger, sich stetig wandelnder Organismus kraftvolle Geschichten erzählt und gleichzeitig Ausgangspunkt für zukünftige Entwicklungen sein kann.

Bei einer Schnitzeljagd werden die Gäste zu Hauptfiguren

Bei der performativen Schnitzeljagd „Können wir bitte zusammenbleiben?“ am 13./14./15. September werden die Gäste selbst zu Hauptfiguren. In Teams à fünf Personen erspielen sie in verschieden konzipierten Räumen Hinweise, die zur Lösung des Rätsels beitragen. Das Projekt wird konzipiert und installiert von Prepared Culture Media aus Ludwigsburg.

Bei der interaktiven Performance „Laughing Matter – Finite Jest“ am 27. und 29. September provozieren die beiden Künstler Lukas Pfalzer und Thomas Brück verschiedene Arten menschlichen Lachens. Ob durch Absurdität, Lächerlichkeit oder Resonanz: das Projekt der Künstler aus Halle soll amüsieren, aber auch zum Nachdenken anregen.

Des Weiteren gibt es immer donnerstags Kultur, Veranstaltungen und Drinks, realisiert von Mitgliedern des Arbeitskreis Kultur.

An drei Tagen im September machen sich Gaby & Jörg bei Erlebnisführungen auf die Suche nach einem Geist, der in der Burg sein Unwesen treiben soll. Einen historischen Blick auf die Gemäuer ermöglicht der Förderkreis Bundesfestung bei seiner Führung am 22. August. Junge Entdecker können an zwei Familiensonntagen die Burg bei einem bunten Kinder-Kulturprogramm erkunden.

In der Nacht des offenen Denkmals am 7. September spielt die Band Kraan im Innenhof.

Neu im Programm ist in diesem Jahr das „Pop up Kino“. Organisiert vom Team des Dietrich-Theaters, verwandelt sich jeweils freitags und sonntags der Burginnenhof in eine Filmkulisse. Am 10., 17. und 31. August sowie am 14. September bietet sich sportlichen Burgbesuchern die Möglichkeit zum Pop-up-Yoga. Für kühlende Getränke und musikalische Unterhaltung sorgt auch in diesem Jahr die Wilhelmsbar. Zudem gestaltet diese eine eigene Programmreihe unter dem Titel „Der Sommer wird bunt“. Zu allen Veranstaltungen gibt es wieder ein kostenloses Shuttle, den Wilhelmsbus, der vom Hans-und-Sophie-Scholl-Platz (Neue Mitte) direkt zur Wilhelmsburg und wieder zurück fährt.

Das komplette Veranstaltungsprogramm, das bis einschließlich 29. September geht, gibt es unter www.die-wilhelmsburg.de

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen