Polizei warnt erneut: Wieder über 40 Anrufe von Betrügern in Ulm und dem Alb-Donau-Kreis

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ARCHIV - 06.03.2018, Baden-Württemberg, Mühlacker: Eine Seniorin telefoniert mit ihrem Smartphone. (zu dpa: «Warum fallen Mensch
ARCHIV - 06.03.2018, Baden-Württemberg, Mühlacker: Eine Seniorin telefoniert mit ihrem Smartphone. (zu dpa: „Warum fallen Menschen auf den Enkeltrick rein?“) (Foto: Sebastian Gollnow)
Schwäbische Zeitung

Schon wieder haben zahlreiche sogenannte „Falsche Polizisten“ bei vorwiegend älteren Menschen in Ulm und dem Alb-Donau-Kreis angerufen. Jetzt warnt die richtige Polizei und weist auf eine Info-Veranstaltung zum Thema in Ulm hin.

Demnach klingelte in mehr als 40 Fällen in den Abendstunden das Telefon. Die Anrufer gaben sich als Polizeibeamte oder Kriminalbeamte aus. Die Telefonanrufe gingen nach Angaben der Polizei überwiegend in der Stadt Ulm sowie im Bereich Blaustein und Blaubeuren ein.

Frau wollte schon Geld und Schmuck bereitstellen

In einem Falle wollte eine Seniorin Geld und Schmuck bereitstellen. Sie rief aber zuvor noch bei der richtigen Polizei an, so dass die Betrüger leer ausgingen.

Wie die Betrüger vorgehen und was man tun kann, sich zu schützen, darüber informieren die Stadt Ulm und die Polizei in einer gemeinsamen Veranstaltung am Montag, 21. Oktober, von 16 Uhr bis etwa 17.30 Uhr im Foyer des Ulmer Rathauses.

Kripobeamte und Beschäftigte der Prävention informieren ausführlich, in Vorträgen und im persönlichen Gespräch. Sie stehen anschließend auch für Fragen zur Verfügung. Es werden zudem Broschüren zur Verfügung gestellt, die nach Hause genommen werden können – für Familie und Bekannte. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

Diese Tipps gibt die Polizei in solchen Fällen:

  • Die Polizei fragt Sie nicht am Telefon nach Wertsachen, ohne dass Sie zuvor eine Anzeige erstattet haben. Geben Sie daher am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.
  • Betrüger wählen ihre Opfer häufig anhand des Vornamens aus dem Telefonbuch aus. Daraus können sie oftmals Rückschlüsse auf das Alter ziehen. Senioren werden bevorzugt übers Ohr gehauen. Überlegen Sie sich also, ob sie zumindest ihren Vornamen löschen oder abkürzen lassen.
  • Bewahren Sie Ruhe und gehen Sie nicht auf derartige Forderungen ein.
  • Rufen Sie die 110 oder Ihre Polizeidienststelle an. Benutzen Sie dabei niemals die Rückruftaste.
  • Notieren Sie sich die auf Ihrem Telefon angezeigte Nummer des Anrufers.
  • Prägen Sie sich möglichst Stimme und Besonderheiten der Sprache des Anrufers ein.
  • Erstatten Sie Strafanzeige bei Ihrer Polizei, falls Sie Opfer eines solchen Betruges geworden sind.
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