Otl Aichers letzte Werke

 Hans und Sophie Scholl im Stadthaus.
Hans und Sophie Scholl im Stadthaus. (Foto: Stadthaus)
Schwäbische.de

Die Büsten der Geschwister Hans und Sophie Scholl, Otl Aichers letzte Werke, sind im Stadthaus zu sehen. Der Gestalter und Grafikdesigner Otl Aicher wurde am 13. Mai 1922 geboren. Gemeinsam mit Max Bill begründete er in Ulm in den 1950er Jahren die legendäre HfG und mit seiner Frau Ilse Aicher-Scholl die vh ulm. Aichers Verbindung zur Familie Scholl reicht in die 1930er Jahre zurück, er ging mit Werner Scholl, einem Bruder von Hans und Sophie, zur Schule. Im März 1991 trat die Stadt Ulm an Inge Aicher-Scholl und Otl Aicher heran, um mit ihnen zum 50. Todestag der Geschwister Scholl am 22. Februar 1993 ein Mahnmal am Münsterplatz und im damals neu entstehenden Stadthaus zu entwickeln. Otl Aicher besaß bereits eine vermutlich von ihm selbst in Ton modellierte Porträtbüste von Hans Scholl aus dem Jahr 1941. Diese überarbeitete er, um anschließend einen Abguss in Bronze fertigen zu können. Von Sophie hatte er zu ihren Lebzeiten Studien gemacht. Daraus gestaltete er nun eine Plastik, sodass von Hans und Sophie Scholl je eine Porträtbüste aus Bronze hergestellt werden konnte, die heute im Saal-Foyer auf der ersten Ebene stehen. Am 26. August 1991 wurden die Büsten bei Otl Aicher zum Guss von der Firma Gugg aus Straubing abgeholt. Am selben Tag erlitt er beim Rasenmähen einen schweren Unfall, an dessen Folgen er vier Tage später starb. Die Büsten sind täglich zu den Hausöffnungszeiten und kostenlos zugänglich.

Wir haben die allgemeine Kommentarfunktion unter unseren Texten abgeschaltet. Für einzelne Texte wird es auch weiterhin die Möglichkeit zum Austausch geben. Aufgrund der Vielzahl an Kommentaren können wir derzeit aber keine gründliche Moderation mehr gewährleisten. Mehr Informationen zu unseren Beweggründen finden Sie hier.
Kommentare werden geladen

Persönliche Vorschläge für Sie