Ortrun Bäumlein führt Förderverein

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Lange tat sich auf der Baustelle der neuen Synagoge am Weinhof wenig, jetzt werden die Fundamente gelegt.
(Foto: nuz)

Der Förderverein zum Bau der neuen Ulmer Synagoge hat einen neuen Vorstand: In der Jahreshauptversammlung des Fördervereins legte dessen Vorsitzender Martin Stoldt sein Amt aus gesundheitlichen Gründen nieder. Einzige Kandidatin und ohne Gegenstimme zur neuen Ersten Vorsitzenden gewählt wurde die seit 2005 in Ulm lebende Heilpraktikerin und SPD-Politikerin Ortrun Bäumlein, die bisher noch kein Mitglied des Fördervereins war.

Die 51-jährige Ortrun Bäumlein stammt aus dem Hochtaunus, ist selbstständige Dozentin, verheiratet und Mutter eines Kindes. Als ihr Stellvertreter wurde Christof Maihoefer im Amt bestätigt. Anstelle des bisherigen Beisitzers Monsignore Josef Kaupp gibt es nun zwei Beisitzer: Martin Stoldt und der Ulmer Grünen-Stadtrat und Wirtschaftswissenschaftler Michael Joukov, der aus St. Petersburg stammt und selbst der Ulmer jüdischen Gemeinde angehört.

Der Vermögensstand des Fördervereins zur Unterstützung des Baus der neuen Synagoge auf dem Weinhof veränderte sich im laufenden Jahr nicht wesentlich und liegt weiter bei etwas mehr als 60 000 Euro. An Spenden und Zuwendungen erhielt der Förderverein im laufenden Jahr bisher 2140,83 Euro. Ortrun Bäumlein möchte nun zunächst ein Konzept erstellen, um die finanzielle Situation des Fördervereins zu verbessern, neue Mitglieder zu werben und Spenden zu akquirieren. Man müsse den Förderverein „in der Bevölkerung breiter aufstellen“, findet Bäumlein.

In der Baustelle der neuen Synagoge auf dem Weinhof soll bis zum Jahresende ein Kellerfundament sichtbar sein, derzeit ist das rituelle Bad Mikwe eingerüstet und soll demnächst gegossen werden. Die neue Synagoge soll „hoffentlich bis Ende nächsten Jahres“ fertig sein, sagte Rabbiner Shneur Trebnik.

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