„Nuxit“-Gegner wollen 10.000 Unterschriften an den Landtag übergeben

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Noch mehr Unterschriften gegen den Nuxit
Noch 11 Tage – dann würde der Brexit vollzogen, sollte es nicht doch noch zu einer Verlängerung kommen. Soweit wie bei den Briten ist man in Neu-Ulm noch nicht. Derzeit laufen die Verhandlungen, wie sich Stadt und Landkreis Neu-Ulm trennen wollen, sollte es zu einem Nuxit kommen. Genau diesen Nuxit versuchen aber immer mehr Menschen zu verhindern. Eigentlich ist die Unterschriftensammlung zum Verbleib der Stadt im Landkreis bereits seit einem Monat abgeschlossen. Trotzdem kommen noch immer volle Unterschriftenlisten zurück und haben jetzt auch eine wichtige Marke geknackt.
Deutsche Presse-Agentur

Die Gegner eines Kreisaustritts der schwäbischen Stadt Neu-Ulm wollen heute mehr als 10.000 Unterschriften an den bayerischen Landtag übergeben. Neu-Ulm hat bei der Staatsregierung in München beantragt, aus dem gleichnamigen Landkreis austreten und eine kreisfreie Stadt werden zu dürfen. Soll es dazu kommen, muss auch der Landtag zustimmen.

Grenze von 50.000 Einwohnern schon lange überschritten

Neu-Ulm hat die gesetzliche Grenze von 50.000 Einwohnern schon lange überschritten und will deswegen dem Landkreis nicht mehr angehören. Die Stadt erhofft sich dadurch mehr Gestaltungsmöglichkeiten bei Fragen wie dem öffentlichen Nahverkehr. In Anlehnung an den „Brexit“ und das Neu-Ulmer Autokennzeichen „NU“ wird der Schritt als „Nuxit“ bezeichnet.

Die Petition an das Maximilianeum wird von einer Initiative und mehreren Kreistagsfraktionen getragen. Sie fürchten, dass der Landkreis Neu-Ulm geschwächt wird, wenn die größte Stadt ihn verlässt.

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9.600 Unterschriften für den Verbleib von Neu-Ulm im Landkreis
Es sind nur noch 35 Tage.
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