Nuwog verbaut 60 Millionen Euro

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 Ausstellungseröffnung bei der Nuwog. Unser Bild zeigt von rechts Geschäftsführer Andreas Heipp, Ministerialrätin Karin Sandeck
Ausstellungseröffnung bei der Nuwog. Unser Bild zeigt von rechts Geschäftsführer Andreas Heipp, Ministerialrätin Karin Sandeck und OB Gerold Noerenberg. (Foto: Nuwog/Bernd Ducke)
Schwäbische Zeitung

Wohnungsbau ist mehr als einfach Häuser zu errichten, er hat auch viel mit sozialer Verantwortung zu tun – zumindest für ein kommunales Wohnbaunternehmen wie die Neu-Ulmer Nuwog. Sie nimmt für sich in Anspruch, damit auch ein Stück weit an der Stadtgesellschaft zu „bauen“. Wie das aussieht, zeigt die städtische Gesellschaft in einer Ausstellung, die jetzt eröffnet wurde. Sie ist der Beitrag der Nuwog zum Jubiläum von 150 Jahren Stadt Neu-Ulm.

In den 36 Jahren seit seiner Gründung hat das Unternehmen einiges geschaffen. Es zählt derzeit 2279 Wohnungen zum Bestand. Hinzu kommen 17 Gewerbeeinheiten, 324 Garagen und fast 1200 Stellplätze und Carports. Derzeit gibt die Nuwog wieder einiges an Geld aus, wie der Geschäftsführer des Unternehmens, Andreas Heipp, bei einer Besichtigungsfahrt anlässlich der Ausstellungseröffnung, erklärte. Zu den aktuellen Projekten gehören derzeit 235 Wohnungen. Dafür werden rund 60 Millionen Euro investiert.

Die Besichtigungsfahrt zeigte sehr unterschiedliche Lösungen, wie sozial, aber auch gut gebaut werden kann. In der Alten Stadtgärtnerei direkt an der Reuttier Straße entsteht ein Gebäude aus Betonfertigteilen. Einen Steinwurf davon entfernt – in der Münsterblickstraße – wird die tragende Betonkonstruktion durch Holz ergänzt, und im Ulmer Hofgut werden drei Baukörper aus Ziegelsteinen errichtet.

Geförderter Wohnungsbau und herausragende Architektur schließen sich nicht aus. Die Ausstellung zeigt aber auch, was „dahinter“ und „darin“ steckt. Wie es in einer Mitteilung der Nuwog heißt, bedeute innovatives und kostengünstiges Bauen Ressourcen zu schonen und dabei stets auf dem aktuellen Stand der Technik zu sein. Es müsse für Wohnqualität und Begegnungsmöglichkeiten gesorgt, eine gute und durchmischte Sozialstruktur geschaffen und zugleich die besonderen lokalen Gegebenheiten berücksichtigt werden. Wie das Unternehmen die Herausforderungen gelöst hat, macht die Ausstellung anhand einiger Leuchtturm-Projekte deutlich – in Fotos, Konstruktionsskizzen und Modellen.

Die Bauwerke der Nuwog fallen auf, sie sind außergewöhnlich und alles andere als uniform. Darauf gingen Ministerialrätin Karin Sandeck vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr sowie Neu-Ulms Oberbürgermeister Gerold Noerenberg bei der Vernissage ein. „Wir wollen öffentlich geförderten Wohnungsbau nicht aussehen lassen wie öffentlich geförderten Wohnungsbau“, betonte der OB. Hinzu kommt: Die Nuwog stehe für Vielfalt und eine gute soziale Mischung auch in den „attraktiven und stabilen Quartieren“, sagte Sandeck. Das Wohnungsunternehmen achte auf ein lebenswertes Umfeld, zum Beispiel auch durch das Bereitstellen von Gemeinschaftsräumen, die als Treffpunkt, für Beratung und Feiern genutzt werden.

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