Neues Heim für den „Löwenmenschen“

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Die „Löwenmensch“-Skulptur im Museum Ulm.
Die „Löwenmensch“-Skulptur im Museum Ulm. (Foto: Henry M. Lindner)
Schwäbische Zeitung

Das Museum Ulm hat zum Jahresauftakt eine laut eigener Mitteilung „positive Nachricht“ aus Berlin erhalten. Der Bund fördert „großzügig“ die Neueinrichtung der permanenten Ausstellung zum Unesco-Welterbe „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“ im Museum Ulm mit ihrem Hauptexponat, dem „Löwenmenschen“.

Auch Stadt zeigt sich großzügig

Insgesamt erhält das Museum Ulm 980 000 Euro bis zum Jahr 2023 für die Neueinrichtung der permanenten Ausstellung rund um den bekannten „Löwenmenschen“. Im Rahmen der Bundes-Förderung habe auch die Stadt Ulm die gleiche Summe zugesagt.

Das Museum Ulm könne somit „seine Sanierungs- und Erneuerungsmaßnahmen“ fortsetzen, um das Weltkulturerbe zu erhalten und zeit- und besuchergerecht zu präsentieren.

Weitere bundesweit geförderte Institutionen sind neben dem Museum Ulm auch die Alte Pinakothek München, die Kunstsammlung Düsseldorf, die Hamburger Staatsoper, das Schauspielhaus Bochum, das Residenzschloss Dresden sowie die Welterbstätte Völklinger Hütte.

Der Bund unterstützt in diesem Jahr deutschlandweit mehr als 73 Projekte zur Modernisierung und Sanierung bedeutender Kultureinrichtungen. Rund 32 Millionen Euro stehen dafür aus dem Förderprogramm „Investitionen für nationale Kultureinrichtungen in Deutschland“ (INK) bereit.

Das sagt die Politik

Kulturstaatsministerin Monika Grütters: „Der Erhalt unserer kulturellen Infrastruktur gehört zu den wichtigsten kulturpolitischen Zielen des Bundes – erst recht in diesen Zeiten der Krise. Denn Kultur stiftet Identität und Zusammenhalt, gerade auch abseits der Metropolen, wo die kulturelle Grundversorgung oftmals keine Selbstverständlichkeit ist.“

Auch die Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Petra Olschowski, welches den Förderantrag „maßgeblich mit unterstützte“, reagierte sehr erfreut auf die positive Nachricht aus Berlin. Olschowski: „Mit der Neupräsentation der archäologischen Dauerausstellungsbereiche wird der Erlebnischarakter im Museum gestärkt, ohne die Wissensvermittlung außer Acht zu lassen.“ Die ältesten Kunstwerke der Menschheit, die in den Höhlen gefunden wurden, eröffneten nicht nur einen besonderen Zugang zur Eiszeitkunst. Sie belegten auch den hohen Stellenwert, den Kunst für die vor rund 40 000 Jahren lebenden Menschen besaß.

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