Neue Synagoge wird teurer als geplant

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Erster Spatenstich für den Bau der Synagoge auf dem Weinhof wird am 17. März 2011 sein, dessen ist sich Rabbiner Shneur Trebnik sicher. Auf die Fertigstellung ihrer Synagoge hofft die jüdische Gemeinde Ulms bis zum August oder September 2012. „Es ist machbar, es hängt jedoch fast alles an der finanziellen Situation“, so Trebnik.

Deshalb sind in dieser Woche noch einige Dinge zu klären: Da das Bauvorhaben teurer werden wird als ursprünglich veranschlagt und für die Kosten wohl eine Fünf-Millionen-Summe zu Grunde gelegt werden muss, andererseits bisher deutlich weniger Spenden eingingen als erhofft, wird sich am Donnerstag die Israelitische Gemeinde Ulms mit dem mit dem Bau beauftragten Kölner Architekturbüro zusammensetzen, um nach Sparmöglichkeiten zu suchen. Die jüdische Gemeinde muss für den Bau etwa 1,5 Millionen Euro selbst aufbringen, weswegen Rabbiner Trebnik auch auf mögliche Sponsoren zugehen will und Veranstaltungen und Aktionen im Frühjahr plant.

„Wir müssen jetzt, was die Baupläne betrifft, Einigkeit bekommen. Es gibt Sparvorschläge vom Architekturbüro, die für uns nicht hinnehmbar sind, und es gibt solche, die für die Architektin Susanne Gross unakzeptierbar sind“, sagte Trebnik. An Spenden und Zuwendungen gingen 2009 und 2010 beim Förderverein etwa 45 000 Euro ein, so dass dessen Geldbestand aktuell bei 60 000 Euro liegt.

Die Baupläne werde man der Öffentlichkeit vorstellen, so Trebnik, wenn die Planung hundertprozentig fertig ist. Auch für den Bauantrag Ende des Jahres ist eine abgeschlossene Planung nötig. Was Trebnik aber bereits weiß: Das große Eckfenster mit Davidssternen im Betraum, das zum Tempelberg in Jerúsalem hin weisen wird, wird noch größer werden, und die Südfassade der Synagoge wird von Fenstern durchbrochen und somit lichter werden.

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