Neu-Ulmer Grünen-Politiker will chinesische Lösung für dritte Straßenbahn

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Dritte S-Bahn für Ulm?
Die Linie 2 ist erst seit wenigen Monaten in Betrieb, da liebäugeln einige Stadträte schon mit einer Linie 3. Und zwar vom Ulmer Stadtteil Wiblingen nach Neu-Ulm.
Schwäbische Zeitung

Der Ulmer Gemeinderat macht sich für eine Straßenbahnlinie nach Neu-Ulm stark – und das findet Beifall, zumindest bei den Neu-Ulmer Grünen: „Es ist gut, dass die Diskussion um eine Straßenbahnlinie auch in Neu-Ulm jetzt von Ulmer Seite angestoßen wird“, erklärt der Stadtrat Rainer Juchheim.

Die Grünen seien schon immer für eine Linie nach Ludwigsfeld eingetreten. Dafür habe es bereits eine Planung gegeben und eine positive Wirtschaftlichkeitsberechnung. Dass damals keine Mehrheit für das Projekt zustande kam, kreidet er einerseits Oberbürgermeister Gerold Noerenberg an, anderseits habe es auch am Auslaufen des Gemeindefinanzierungsgesetzes gelegen.

„Ich denke, 2020 mit einem/einer neuen OB und einem neuen Stadtrat sollte das Thema Straßenbahn wieder auf die Tagesordnung kommen“, so Juchheim.

Was die Weiterführung der Linie nach Wiblingen betrifft, die bisher als nicht wirtschaftlich gilt, bringt der Neu-Ulmer Grüne eine Lösung aus China ins Spiel. In der Stadt Zhuzhou verkehre eine batteriebetriebene Tram, die keine Schinen benötigt und auf gummibereiften Kunststoffrädern rollt. Sie habe eine Reichweite von 40 Kilometern und könne an Haltestellen sehr rasch Strom tanken für weitere Kilometer.

Der größte Vorteil in den Augen Juchheims: Das Gefährt benötigt keine Schienen. Zudem seien die Niederflurwagen billiger als ein herkömmlicher Tramwagen.

Sollte es eine Linie 3 in Ulm geben?
Kaum fährt die Linie 2, schon werden Rufe nach einer Linie 3 in Ulm laut. Die Straßenbahn könnte die Innenstadt mit Wiblingen verbinden. Doch was halten die Bürger davon?
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