Nach Leichenfund: Obduktion soll Klarheit bringen

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Schwäbische Zeitung

Gerichtsmediziner in Ulm sollen helfen, das Rätsel um das bei Abbrucharbeiten im Alb-Donau-Kreis entdeckte Skelett zu lösen. Im Norden der Gemeinde Lonsee wird derzeit ein baufälliges Silo abgebrochen, in welchem seit Jahren Kalk gelagert wurde. Kurz nach Beginn der Abbrucharbeiten fanden die Arbeiter im Kalk des Silos Knochen und Kleidung. Die Arbeiten wurden daraufhin eingestellt und die Polizei wurde verständigt. Sowohl das Silo, als auch bereits abgetragene und nach Illerkirchberg verbrachte Bauschutteile wurden intensiv durchsucht.

„Wir hoffen, dass sich durch eine Obduktion die Todesursache klären lässt“, sagte Oberstaatsanwalt Peter Staudenmaier am Freitag. „Darüber hinaus wollen wir natürlich feststellen, um wen es sich handelte.“ Ob man es mit einem Verbrechen zu tun habe, sei noch völlig unklar. Erste Ergebnisse aus der Gerichtsmedizin könnten in der kommenden Woche erwartet werden.

In einem seit Jahren still gelegten Silo in Lonsee sind Knochen gefunden worden.
In einem seit Jahren still gelegten Silo in Lonsee sind Knochen gefunden worden. (Foto: Kroha)

Teil der weiteren Ermittlungen sei ein Abgleich mit Vermisstenanzeigen der vergangenen Jahre, sagte der Oberstaatsanwalt. „Das ist bei solchen Fällen polizeiliche Routine.“ Allerdings müsse man in diesem Fall wohl recht weit zurückgehen. Das Skelett sei im Bereich eines ehemaligen Wirtschaftsgebäudes gefunden worden, das schon lange nicht mehr in Benutzung gewesen sei. Die Ermittler hoffen auch, Hinweise aus der Bevölkerung zu bekommen, die zur Aufklärung beitragen. Die Polizei in Ulm ist erreichbar unter der Telefon-Nummer 0731/1880.

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