Nach Übernahme von US-Firma: Wieland wird Weltmarktführer

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 Das Ziel: Weltmarktführer in der Nicht-Eisenmetall-Industrie.
Das Ziel: Weltmarktführer in der Nicht-Eisenmetall-Industrie. (Foto: Wieland)
Schwäbische Zeitung
Oliver Helmstädter

Die Wieland-Werke und die US-Firma „Global Brass and Copper Holdings“ haben am Mittwoch eine Fusionsvereinbarung unterzeichnet. Die Transaktion vereint laut einer Wieland-Pressemitteilung zwei Unternehmen mit sich ergänzenden Stärken und breitem Produktportfolio in den Bereichen von Kupfer und Kupferlegierungen, in Form von Bändern, Stangen, Folie, Drähten, Rohren und Komponenten, womit eine Vielzahl an Industrien versorgt werden. Diese Kombination erschaffe einen einzigartigen Weltmarktführer in der Nicht-Eisenmetall-Industrie, der ideal aufgestellt ist, um Kunden in Nordamerika, Europa und Asien in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Die US-Firma hat 1900 Mitarbeiter.

Darüber hinaus wollen sich beide Unternehmen in Technologie, Forschung und Entwicklung engagieren und bieten damit innovative Lösungen und Services. Dieser gemeinsame Fokus ermögliche es auf einzigartige Weise mit den Kunden zusammenzuarbeiten. Das vereinte Unternehmen werde über ein Produktions-, Service- und Vertriebsnetz mit über 90 Standorten verfügen. Damit positioniert sich das Unternehmen, um für die zukünftigen Megatrends, wie E-Mobilität, Konnektivität, Nachhaltigkeit und Recycling aufgestellt zu sein.

Dies ist eine einzigartige Gelegenheit in der 200-jährigen Geschichte der Wieland Gruppe.

Fritz-Jürgen Heckmann

Fritz-Jürgen Heckmann, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Wieland-Werke, wird so zitiert: „Dies ist eine einzigartige Gelegenheit in der 200-jährigen Geschichte der Wieland Gruppe.“ Das zusammengeführte Unternehmen werde in der Lage sein, mit seiner Führungsrolle den langfristigen Erfolg mit einer wirklich globalen Präsenz aufzubauen, die Chancen für Kunden und Mitarbeiter schaffe. Erwin Mayr, CEO der Wieland-Werke, spricht von „komplementären Stärken“. John Walker, Aufsichtsratsvorsitzender der US–Firma von einem historischen Ereignis.

Gemäß der Vereinbarung erwirbt Wieland alle ausgegebenen Aktien in einer „All-cash“ Transaktion. Aktionäre erhalten 44 US-Dollar pro Aktie in bar. Der Abschluss der Transaktion („Closing“) wird von Wieland in der zweiten Jahreshälfte erwartet und ist noch abhängig von üblichen erforderlichen behördlichen Genehmigungen.

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