Nächster Meilenstein geschafft: Längster Tunnel von Bahnprojekt Stuttgart-Ulm durchbrochen

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Fildertunnel
Ein Mann läuft durch den Fildertunnel, in dem am Bahnprojekt Stuttgart-Ulm gearbeitet wird. (Foto: Daniel Naupold/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Das Mega-Bauprojekt Stuttgart 21 feiert einen weiteren Schritt auf seinem langen Weg: Im Beisein von Bahn-Vorstandschef Richard Lutz und dem baden-württembergischen Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) ist der Fildertunnel, der längste Tunnel des Bahnprojekts Stuttgart-Ulm, am Montag nach fünfjähriger Bauzeit symbolisch durchbrochen worden.

Somit seien die beiden Röhren von der Stadtmitte auf die Filderebene durchgeschlagen, teilten die Veranstalter am Montag mit. Die riesige Tunnelbohrmaschine „Suse“ soll nun in Einzelteile zerlegt und abgebaut werden.

„Suse“, 2000 Tonnen schwer und 120 Meter lang, hatte sich im Tunnel am Tag im Schnitt durch 20 Meter Erdreich gegraben. „Der Fildertunnel als Scharnier zwischen Talkessel, Flughafen und Neubaustrecke ist ein wesentlicher Teil des Projekts“, sagte Bahnchef Lutz. Mit ihm und der Neubaustrecke von Stuttgart nach Ulm werde der Regional- und Fernverkehr in Richtung Ulm, aber auch nach Tübingen beschleunigt, erläuterte Hermann. Der Tunnel entlaste zugleich die S-Bahn.

Der Name „Suse“ steht für „Stuttgart-Ulm schneller erreicht“. Der knapp zehn Kilometer Meter lange Fildertunnel mit seinen zwei Röhren ist der längste Tunnel des Bahnprojekts Stuttgart-Ulm und nach seiner Fertigstellung der drittlängste Eisenbahntunnel in Deutschland. Er verbindet den künftigen unterirdischen Hauptbahnhof mit der Filderebene. Im Tunnel soll später das Streckengleis für die Bahn von Stuttgart nach Ulm verlaufen.

Das Projekt Stuttgart 21, das viel Protest und Wut auf sich zog, steht für die komplette Neuordnung des Bahnknotens Stuttgart. Gebaut werden laut Deutscher Bahn 4 neue Bahnhöfe, 57 Kilometer neue Schienenwege, 59 Kilometer Tunnelröhren, 16 Tunnel und Durchlässe sowie 18 Brücken. Stuttgart 21 soll dazu beitragen, die Reisezeiten im Fern- und im Regionalverkehr erheblich zu verkürzen.

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