Mietvertrag unerwartet gekündigt: Hudson Bar schließt

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 Niko Baur, Betreiber der Hudson Bar.
Niko Baur, Betreiber der Hudson Bar. (Foto: Thomas Liebhardt)
Schwäbische Zeitung

Vor fünf Jahren haben Nio Baur und sein Geschäftspartner Robert Kloss die heruntergekommenen Räume der jetzigen Hudson Bar gepachtet, inzwischen hat sich die Bar zu einem Treffpunkt für Nachtschwärmer aller Schichten und Generationen entwickelt. Und die Bar in der Ulmer Gasse hat sich mit Konzerten außergewöhnlicher Künstler auch kulturell etabliert.

Doch damit ist bald Schluss: Der Hausbesitzer und Gastronom Oliver Loser hat das Pachtverhältnis zum 31. März gekündigt und Eigenbedarf angemeldet. „Nach unseren Informationen will der Sohn von Oliver Loser in der Bar ein Tonstudio einrichten“, berichtet Niko Baur.

Hudson Bar für etwa 50.000 Euro saniert

Robert Kloss und er haben die Hudson Bar nach eigenen Angaben auf eigene Kosten für etwa 50.000 Euro saniert, mit Lärmschutzfenstern ausgestattet und eingerichtet. Verpächter Loser, der das „Wirtshaus zur Brezel“ betreibt und auch beim „Winterzauber“ und beim „Ulmer Weinfest“ aktiv ist, habe im vergangenen Jahr noch eine Verlängerung des Vertrags in Aussicht gestellt, die Betreiber der Hudson Bar danach aber immer wieder vertröstet.

„Zwei Tage vor Silvester wurde einem meiner Barkeeper überraschend die Kündigung vom Hotelportier übergeben“, teilt Baur enttäuscht mit. Nun müsse er 15 Mitarbeitern kündigen und Verträge mit Bands lösen, die 2020 in der Hudson Bar auftreten sollten. Ob die Bar umzieht, ist noch unklar.

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