Metall-Arbeitgeber begrüßen 3G am Arbeitsplatz

 Mitarbeiterin mit einem Teststäbchen für einen Abstrich in einer Corona-Teststelle.
Mitarbeiterin mit einem Teststäbchen für einen Abstrich in einer Corona-Teststelle. (Foto: Julian Stratenschulte)
Schwäbische Zeitung

Die Unternehmen der regionalen Metall- und Elektroindustrie begrüßen es laut Mitteilung, dass es mit der Einführung von 3G am Arbeitsplatz nun offenbar auch ein faktisches Fragerecht des Arbeitgebers zum Impf-, Genesenen- und Teststatus geben soll.

„Dies haben wir seit langem gefordert. Damit wird es möglich, 3G am Arbeitsplatz umzusetzen, betriebliche Abläufe und die Einsatzplanung optimal zu organisieren“, so Götz Maier, Geschäftsführer von Südwestmetall in Ulm. Die Bezirksgruppe betreut in der Region Ulm, Biberach, Alb-Donau und dem südöstlichen Teil Sigmaringens 141 Betriebe mit 57 601 Mitarbeitern.

Kontrolle und Dokumentation für Betriebe aufwändig

Oberste Priorität, so Maier weiter, habe der Gesundheitsschutz im Betrieb. Nur mit der entsprechenden Information zum Impfstatus oder einem negativen Test könnten Hygienekonzepte passgenau umgesetzt werden.

Die Kontrolle und Dokumentation bedeute für die Betriebe aber einen erheblichen Aufwand. Auch wenn der Impf- und Genesenen-Status für längere Zeit gültig ist, werde es betriebliche Situationen geben, in denen die Überprüfung eine Herausforderung sein wird. So zum Beispiel, wenn in großen Betrieben zu Schichtbeginn mehrere hundert Beschäftigte quasi gleichzeitig kontrolliert werden müssen, oder wenn Außendienstmitarbeiter gleich zum Einsatzort fahren, ohne vorher in den Betrieb zu kommen.

 Götz Maier, Geschäftsführer von Südwestmetall in Ulm, sieht in der Einführung von 3G in Betrieben die Möglichkeit, Hygienekonze
Götz Maier, Geschäftsführer von Südwestmetall in Ulm, sieht in der Einführung von 3G in Betrieben die Möglichkeit, Hygienekonzepte passgenauer einzusetzen. (Foto: Südwestmetall)

„Es ist gut, dass die Pflicht, den 3G-Nachweis zu erbringen, alleine beim Beschäftigten liegt. Für Betriebe wäre es kaum noch zu leisten, vor Ort und vor Arbeitsbeginn Tests durchzuführen und zu bestätigen“, führte Maier aus. Den Unternehmen blieb für die Umsetzung jetzt nur wenig Zeit. „Unsere Aufgabe als Arbeitgeberverband ist es nun, die Mitgliedsbetriebe bestmöglich zu unterstützen und auf die vielen aufkommenden Fragen mit konkreten Antworten Hilfestellung zu geben“, so Maier.

Betriebe benötigten Planbarkeit und Verlässlichkeit

Weiter heißt es, die öffentlich zugänglichen Testmöglichkeiten müssten kurzfristig „massiv ausgeweitet“ werden, und zwar sowohl in Quantität als auch in zeitlicher Verfügbarkeit. „Es darf nicht passieren, dass ungeimpfte Beschäftigte der Arbeit fernbleiben müssen, weil sie kein Testangebot gefunden haben“, bekräftige Maier. Die Betriebe benötigten Planbarkeit und Verlässlichkeit, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch getestet zur Arbeit erscheinen könnten.

In den vergangen zwei Jahren hätten Betriebe und ihre Beschäftigten eindrucksvoll gezeigt, dass sie auch ohne Zwang auf betrieblicher Ebene zu sinnvollen, pragmatischen und von allen akzeptierten Lösungen kommen. Daher hält der Geschäftsführer der Ulmer Bezirksgruppe von Südwestmetall eine Rückkehr zur Homeoffice-Pflicht für unnötig. „Homeoffice wird mit Sicherheit dort eingesetzt, wo es möglich und auch sinnvoll ist“, sagte Maier.

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