LKW kippt um – B10 nach Unfall stundenlang gesperrt

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 Auf der B10 bei Ulm ist ein Lkw umgekippt.
Auf der B10 bei Ulm ist ein Lkw umgekippt. (Foto: Heckmann)
Thomas Heckmann

Ein 57 Jahre alter Lkw-Fahrer ist am Dienstagvormittag bei einem Unfall auf der B10 bei Ulm verletzt worden. Die Bundesstraße war in Richtung A8 bis zum Abend gesperrt.

Gegen 10.15 Uhr war ein 57-Jähriger mit seinem Lastwagen auf B10 in Richtung Norden unterwegs. Auf Höhe von Ulm-Lehr kam er nach rechts in das Bankett und lenkte dagegen. Der Lastzug schlingerte über die Bundesstraße und kippte schließlich um.

Lkw blockiert beide Fahrspuren

Der Lkw blockierte beide Fahrspuren, die Ladung ergoss sich über die linke Fahrspur und den Mittelstreifen. Geladen hatte der Lastzug 15 Tonnen Schlacke, die mit Metallteilen durchsetzt ist und aus der Müllverbrennungsanlage im Ulmer Donautal stammt.

Der Fahrer verletzte sich beim Umkippen seines Lastwagen leicht, konnte sich aber selbst durch die Dachluke aus dem Führerhaus retten. Mit einem Rettungswagen wurde er in ein Krankenhaus gebracht.

Bergung gestaltet sich schwierig

Die Bergung des Unfallfahrzeuges gestaltete sich schwierig. Die aus dem offenen Container ausgetretene Schlacke machte ein einfaches Aufstellen des Lkw unmöglich. Mit einem Bagger und einem Radlader musste die Schlacke mühsam in ein Ersatzfahrzeug umgeladen werden. Danach konnte der Container vom Sattelzug getrennt werden und einzeln aufgerichtet werden, der Sattelzug folgte danach.

Außerdem musste die Feuerwehr den Diesel aus dem Lkw-Tank abpumpen, da er durch die Seitenlage auslief. Um an die Ladung zu kommen, mussten einige Leitplanken entfernt werden, die vor dem Ende der Sperrung wieder eingesetzt werden mussten.

Mit einer Kehrmaschine reinigte die Autobahnmeisterei die Fahrbahn, mit mehreren Sicherungsfahrzeugen wurde die Bundesstraße und die Zufahrt von der Berliner Allee her gesperrt. Da die Bergungsarbeiten bis in die Dunkelheit andauerten, wurde auch der Feierabendverkehr in Ulm und Neu-Ulm behindert, zahlreiche Autofahrer brauchten fast eine Stunde länger als normal. Den Sachschaden gibt die Polizei mit rund 120 000 Euro an.

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