LKW-Fahrer parkt seinen Laster und macht das Licht aus - auf der Autobahn

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Die Autobahnpolizei kontrolliert einen Lastwagenfahrer.
Die Autobahnpolizei kontrolliert einen Lastwagenfahrer (Symbolfoto). (Foto: Archiv / Roland Rasemann)
Schwäbische Zeitung

Einen nicht ganz alltäglichen Fall hatten die Beamten des Verkehrsdienstes Mühlhausen im Täle am Samstagabend zu bearbeiten. Zunächst ging gegen 19 Uhr die Meldung über einen Verkehrsunfall bei Ulm-West ein. Ein Sattelzug, der in Richtung Stuttgart unterwegs war, zog im Baustellenbereich plötzlich nach links und streifte dabei einen Pkw. Der Lkw-Fahrer machte nach dem Unfall keine Anstalten anzuhalten.

Der 56 Jahre alte Autofahrer folgte deshalb dem Sattelzug und verständigte die Polizei. Der Fahrer des Lastwagens fuhr in der Folge immer wieder Schlangenlinien, wobei er alle drei Fahrstreifen brauchte. Schließlich hielt der Sattelzug auf dem rechten Fahrstreifen an und der Fahrer machte die Lichter an seinem Gefährt aus.

Autofahrer sichern den Sattelzug ab und verhindern Schlimmeres

Zum Glück erkannten der 56-Jährige und andere nachfolgende Autos die gefährliche Situation. Sie sicherten den unbeleuchteten Sattelzug mit ihren Autos ab, um größeres Unheil zu verhindern. Als die Autobahnpolizei den Fahrer des Sattelzugs kontrollierte, wurde schnell klar, weshalb er so ein seltsames Verhalten an den Tag legte.

Er war stark betrunken. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von über zwei Promille. Die Beamten ordneten deshalb eine Blutentnahme an und beschlagnahmten den Führerschein. Der 33-Jährige durfte seinen Rausch in einer Gewahrsamszelle ausschlafen. Ein Abschleppunternehmen entfernte den Sattelzug von der Autobahn.

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