„Lage ist wirklich katastrophal“: Dieses Vogelparadies ist in Gefahr

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Am Plessenteich bei Gerlenhofen leben Dutzende verschiedene Vogelarten. Der anhaltend niedrige Wasserstand macht vielen von ihne
Am Plessenteich bei Gerlenhofen leben Dutzende verschiedene Vogelarten. Der anhaltend niedrige Wasserstand macht vielen von ihnen zu schaffen, auch Amphibien wie Laubfrösche leiden darunter. (Foto: Horst Hörger)
Michael Ruddigkeit
Der Gerlenhofener Arbeitskreis Umweltschutz in der Schutzgemeinschaft für den Neu-Ulmer Lebensraum, ursprünglich eine Bürgerinitiative gegen Kiesabbau, hat den Plessenteich vor 16 Jahren gekauft und den renaturierten Baggersee mit Inseln und Flachwasserzonen umgestaltet. Im östlichen Bereich gibt es mehrere Stellen, an denen Naturfreunde die Tiere beobachten können. 231 Vogelarten wurden in dem Fauna-Flora-Habitat-(FFH)-Gebiet bereits gesehen. Davon nutzt ein Großteil den Plessenteich nur als Rastplatz auf der Durchreise, etwa der Alpenstrandläufer, der Säbelschnäbler oder der Regenbrachvogel. 50 bis 60 Arten brüten am See, beispielsweise die Flussseeschwalbe, der Sumpfrohrsänger oder die Schwarzkopfmöwe. Auch der Eisvogel lässt sich hin und wieder blicken, allerdings bleibt er bislang nicht dauerhaft. Um ihn anzulocken, haben die Gau-Mitglieder künstliche Sandwände errichtet. Statt dem Eisvogel haben sich dort Wildbienen angesiedelt.

Viele Tiere am Plessenteich bei Gerlenhofen (Landkreis NeuUlm) leiden unter der extremen Trockenheit. Brutplätze fehlen, außerdem haben Räuber wie Füchse und Waschbären leichtes Spiel.

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Der Gerlenhofener Arbeitskreis Umweltschutz in der Schutzgemeinschaft für den Neu-Ulmer Lebensraum, ursprünglich eine Bürgerinitiative gegen Kiesabbau, hat den Plessenteich vor 16 Jahren gekauft und den renaturierten Baggersee mit Inseln und Flachwasserzonen umgestaltet. Im östlichen Bereich gibt es mehrere Stellen, an denen Naturfreunde die Tiere beobachten können. 231 Vogelarten wurden in dem Fauna-Flora-Habitat-(FFH)-Gebiet bereits gesehen. Davon nutzt ein Großteil den Plessenteich nur als Rastplatz auf der Durchreise, etwa der Alpenstrandläufer, der Säbelschnäbler oder der Regenbrachvogel. 50 bis 60 Arten brüten am See, beispielsweise die Flussseeschwalbe, der Sumpfrohrsänger oder die Schwarzkopfmöwe. Auch der Eisvogel lässt sich hin und wieder blicken, allerdings bleibt er bislang nicht dauerhaft. Um ihn anzulocken, haben die Gau-Mitglieder künstliche Sandwände errichtet. Statt dem Eisvogel haben sich dort Wildbienen angesiedelt.
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