Kein Durchkommen für die Feuerwehr – Falschparker blockieren Straßen

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 Ein Feuerwehrmann schaut in Düsseldorf aus der Kabine von seinem Feuerwehrauto, vor ihm steht dabei ein Falschparker. Zugeparkt
Ein Feuerwehrmann schaut in Düsseldorf aus der Kabine von seinem Feuerwehrauto, vor ihm steht dabei ein Falschparker. Zugeparkte Wohnstraßen und blockierte Rettungswege kosten häufig wertvolle „Rettungszeit“. (Foto: dpa / David Young)
Schwäbische Zeitung

Bei einer Testfahrt der Feuerwehr haben Falschparker am Ulmer Eselsberg die Straßen und Wege blockiert. Löschwagen konnten teilweise nicht passieren. Geahndet wurde das Fehlverhalten während der Testfahrt mit Strafzetteln in Höhe von im Schnitt 15 Euro.

Regelmäßig teste die Feuerwehr gemeinsam mit den Bürgerdiensten, ob ein Löschfahrzeug im Ernstfall problemlos durch die Straßen an seinen Zielort gelangen könnte, so die Ulmer Stadtverwaltung. Am Mittwoch zwischen 20 und 22 Uhr habe eine solche Kontrollfahrt am Eselsberg stattgefunden. Es seien von den Feuerwehrleuten gezielt Bereiche angefahren worden, die im täglichen Einsatz Probleme bereiten könnten.

Löschwagen kann Kreuzung nicht überqueren

In der Tat habe sich gezeigt, dass die Straßenbreite wegen falsch geparkter Autos oft stark eingeengt war. Besonders kritisch war die Lage an der Ecke Plapperäcker/ Zeitbeerenweg: Hier seien mehrere Autos so nah der Kreuzung abgestellt gewesen, dass der Löschwagen die Kreuzung überhaupt nicht überqueren konnte, so die Stadtverwaltung in ihrer Mitteilung.

Generell gelte, dass vor oder hinter einer Kreuzung beziehungsweise Einmündung ein Abstand von fünf Metern eingehalten werden müsse. „Es mag als Kavaliersdelikt erscheinen, diesen Abstand nicht einzuhalten. Im Ernstfall kann dies jedoch lebensrettende Zeit kosten, wie die Kontrollfahrt gezeigt hat“, so die Stadt.

Feuerwehr und Bürgerdienste bitten deshalb dringlich darum, sich an die Regel zu halten. Dies schone nicht zuletzt den eigenen Geldbeutel: Wer erwischt wird, muss eine Strafe zahlen. Die während der Testfahrt ausgestellten Strafzettel betrugen im Schnitt 15 Euro.

Radfahrer gefährden andere

Doch nicht nur Falschparker, auch wer mit dem Rad durch eine Fußgängerzone radelt, gefährdet andere. Nicht selten komme es zu brenzligen Situationen, weshalb der gemeindliche Vollzugsdienst der Bürgerdienste und das Polizeipräsidium Ulm am Dienstag und Mittwoch in der Hirschstraße und der Platzgasse, jeweils zwischen 16 und 18.30 Uhr kontrollierten. Dabei hielten sie insgesamt 139 Radfahrer an, die mit einem Bußgeld von 15 Euro verwarnt wurden.

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