Jetzt doch keine Bildungsmesse im Februar

 250 Aussteller hatten sich auf ihren Auftritt in Ulm vorbereitet. Die Bildungsmesse wird aber verschoben.
250 Aussteller hatten sich auf ihren Auftritt in Ulm vorbereitet. Die Bildungsmesse wird aber verschoben. (Foto: Alexander Kaya)
Schwäbische Zeitung

Angesichts der steigenden Inzidenzen machen die Stadt Ulm sowie die IHK Ulm als Veranstalter einen Rückzieher. Die elfte Ausgabe der Ulmer Bildungsmesse, die vom 17. bis 19. Februar 2022 auf dem Ulmer Messgelände über die Bühne gehen sollte, wurde abgesagt – verlegt auf das Jahr 2023.

Wie die IHK Ulm am Mittwoch mitteilte, hätten sich bereits 250 Aussteller auf ihren Messeauftritt vorbereitet. Für die ausstellenden Unternehmen, Schulen und Hochschulen wäre die Bildungsmesse nach langer Zeit ein erster großer Messeauftritt zur Nachwuchsgewinnung gewesen und hätte die Möglichkeit geboten, endlich wieder persönlich mit den Schülerinnen und Schülern in Kontakt zu treten. Der Nachholbedarf sei enorm.

Bis vor wenigen Wochen schien es „durchaus vertretbar“, die Bildungsmesse unter Beachtung aller Hygiene- und Schutzmaßnahmen stattfinden zu lassen. Aufgrund der nun stark ansteigenden Infektionszahlen sahen sich die Veranstalter aber „gezwungen“, die Situation kurzfristig neu zu bewerten. Die Bildungsmesse wird nun auf 2023 verschoben, genauer Termin: 9. bis 11. Februar.

„Dass wir die Entscheidung so treffen mussten, ist für beide Seiten – Ausstellerinnen und Austeller sowie Schülerinnen und Schüler – mehr als bedauerlich“, so Gerhard Semler, Leiter der Abteilung Bildung und Sport. „Aber wir haben eine Verantwortung für die Gesundheit aller Beteiligten, der wir gerecht werden müssen. Ebenso wollen wir dazu beitragen, die weitere Ausbreitung des Virus so gering wie möglich zu halten.“

Die Entwicklung der Corona-Pandemie bis in den Februar 2022 hinein sei aktuell nicht absehbar. Hinzu komme, dass nur ein Teil der Zielgruppe geimpft ist. Sollte die 2G-Regel gelten, würden nicht alle Schülerinnen und Schüler Zugang zum Angebot bekommen. Den Erwartungen der Ausstellerinnen und Aussteller könne man dann nicht gerecht werden. Immerhin zählte die Messe in den Vorjahren über 45 000 Besucherinnen und Besucher.

Die Resonanz auf die Einladung zur 11. Ulmer Bildungsmesse sei sehr erfreulich gewesen. Fast alle Aussteller der bisherigen Messen hätten sich erneut für eine Teilnahme entschieden. „Dies zeigt uns, dass eine Präsenzmesse ein bedeutendes und zentrales Angebot für die Nachwuchsgewinnung in der Region ist“, betont Petra Engstler-Karrasch, Hauptgeschäftsführerin der IHK Ulm. „Wir hoffen sehr, dass wir auch 2023 mit den Ausstellern rechnen können“, so Engstler-Karrasch.

Bei der Suche nach einem Alternativtermin wurden verschiedene Möglichkeiten sorgfältig geprüft und die Verfügbarkeit des Messegeländes, die Prüfungszeiträume an den Schulen sowie die Teilnahmemöglichkeiten der Aussteller berücksichtigt. Es konnte kein geeigneter Termin später im Jahr 2022 gefunden werden, so dass die Messe auf 2023 verlegt werden muss. Die Messe wird ihren Zweijahres-Rhythmus beibehalten. Die 12. Ulmer Bildungsmesse finde dann im Jahr 2025 statt.

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