Jeder Fünfte haut nach einem Unfall einfach ab

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Schwäbische Zeitung

Vermutlich jeder Autofahrer hat schon einmal einen Unfall verursacht oder war Opfer eines Unfalls. Das allein ist oft schon ärgerlich genug. Wenn sich dann aber auch noch der Unfallverursacher einfach aus dem Staub macht, ist der Frust besonders groß. Und die Zahl der Fälle von Unfallflucht hat von 2016 auf 2017 wieder einmal zugenommen: Im vergangenen Jahr waren es im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Ulm 5099 Fälle. Das sind 255 mehr als noch 2016 – ein Anstieg um fünf Prozent.

„Mittlerweile flüchtet jeder Fünfte nach einem Unfall. Das ist unsozial, verwerflich und nicht akzeptabel“, so die Polizei in einer Mitteilung am Montag. Innerhalb von zehn Jahren sei die Zahl nach Angaben der Polizei fast kontinuierlich von 3762 um rund 36 Prozent gestiegen.

Immer mehr werden ermittelt

„Immer mehr flüchten, aber auch immer mehr werden ermittelt“, so die Polizei weiter. Denn sie habe auch die Zahl der aufgeklärten Fälle steigern können und so die Aufklärungsquote bei einem Drittel der Fälle (33 Prozent) gehalten.

Die Polizei mahnt dennoch: Unfallflucht ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat. Wer mit seinem Auto einen Schaden verursacht, muss auf den Geschädigten warten oder die Polizei verständigen. Sonst drohen Freiheitsstrafe oder Geldstrafe und der Führerscheinentzug. Wenn die Polizei zum Unfall kommt, ist dagegen meist nur ein geringes Bußgeld fällig.

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