Integrationsprojekt: Drei Kommunen testen neuen Prozess

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 Sie trafen sich im Landratsamt zu einer ersten Gesprächsrunde zur Prozessbegleitung Integration (v.l.n.r.): Ehingens Oberbürger
Sie trafen sich im Landratsamt zu einer ersten Gesprächsrunde zur Prozessbegleitung Integration (v.l.n.r.): Ehingens Oberbürgermeister Alexander Baumann, Landrat Heiner Scheffold, Sozialdezernent Josef Barabeisch, Andrea Katz, Langenaus Bürgermeister Daniel Salemi, Ursula Schmid-Berghammer, Alexandra Bluschke, Emanuel Sontheimer (Fachdienstleiter Flüchtlinge und Integration) und Laichingens Bürgermeister Klaus Kaufmann. (Foto: Landratsamt)
Schwäbische Zeitung

Das bürgerschaftliche Engagement sowohl der einheimischen Bürger als auch aller neu zugewanderter Menschen ist wichtig, um Integrationsarbeit gelingen zu lassen. Mit Unterstützung von Fachleuten der Führungsakademie Baden-Württemberg beginnt in drei ausgewählten Kommunen des Alb-Donau-Kreises, in Ehingen, Laichingen und Langenau deshalb eine so genannte Prozessbegleitung für Integration durch bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft.

Der Pakt für Integration des Landes und der kommunalen Spitzenverbände enthält im Bereich Bürgerengagement das Modul der „Prozessbegleitung“, welches für 23 Stadt- und Landkreise Baden-Württembergs in Kooperation mit der Führungsakademie Baden-Württemberg vorgesehen ist.

Erste Gesprächsrunde

Der Alb-Donau-Kreis hatte sich dazu beworben – mit Erfolg. Die Bürgermeister aus Laichingen und Langenau, Klaus Kaufmann und Daniel Salemi sowie der Ehinger Oberbürgermeister Alexander Baumann trafen sich nun zu einer ersten Gesprächsrunde mit Landrat Heiner Scheffold und den Fachleuten der Führungsakademie und des Landratsamts. „Die Integrationsarbeit ist kein Kurzstreckenlauf, sondern eine lange Tour, auf der wir mit vielen Akteuren und gerade auch mit den Bürgern, die sich hier ehrenamtlich engagieren, gemeinsam unterwegs sind“, sagte Landrat Heiner Scheffold bei dem Treffen. „Ziel ist eine echte Integration der Menschen, die zu uns gewandert sind, in der Mitte der Gesellschaft.“

Die Prozessbegleitung soll ein Hilfsmittel sein für eine gut strukturierte, koordinierte Integrationsarbeit in den Kommunen. Grundidee des Vorgehens sei es, in den drei Projektkommunen die vergangene und gegenwärtige Situation in Bezug auf Integration und bürgerschaftliches Engagement zu reflektieren, Ansätze für eine gute Integration auszubauen, modellhaft dazu Maßnahmen zu erarbeiten und gegenseitig voneinander zu lernen. Die Ergebnisse sollen dann am Ende zusammengefasst einen Beispielkatalog erbringen, der für den gesamten Alb-Donau-Kreis und die einzelnen Kommunen Hilfestellungen geben kann.

Vorstellung und Dank

Landrat Scheffold dankte den drei Projektkommunen Ehingen, Laichingen und Langenau für die Bereitschaft zur Teilnahme und für ihre bisherige Arbeit in der Integration neu zugewanderter Menschen. Beim Informationstreffen im Landratsamt stellten die beiden Prozessbegleiterinnen Andrea Katz und Ursula Schmid-Berghammer von der Führungsakademie Baden-Württemberg das Projekt vor.

Zu den Bausteinen gehört ein zentraler Analyse- und Planungsworkshop, der sich aus ausgewählten Experten der drei Kommunen zusammensetzt und am 21. Februar stattfindet. Danach folgen jeweils die Veranstaltungen vor Ort in den teilnehmenden Kommunen, sowie schließlich deren Auswertung und eine zentrale Abschlussveranstaltung mit allen teilnehmenden Akteuren im Herbst dieses Jahres. Dann soll auch der Beispielkatalog für alle Kommunen vorliegen.

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