Honold will neue Halle bauen

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 Die Logistikfirma Honold will ihren Standort vergrößern und einen neuen Hallenkomplex bauen.
Die Logistikfirma Honold will ihren Standort vergrößern und einen neuen Hallenkomplex bauen. (Foto: Roland Furthmair)
Ariane Attrodt

Es ist ein „besonderes Projekt“, was auf dem Neu-Ulmer Gewerbegebiet „Nördlich der Lessungstraße“ realisiert werden soll, betonte Stadtbaudirektor Markus Krämer in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt: Die Logistikfirma Honold will ihren Standort dort vergrößern und einen neuen Hallenkomplex bauen – über einer ehemaligen Deponie der Städte Ulm und Neu-Ulm. Das hat laut Krämer für alle Seiten Vorteile.

Das Gelände über der zukünftigen, fast 20.000 Quadratmeter großen Halle ist eine ehemalige Kiesabbaufläche, in der Aushub, Bauschutt und Abfälle abgelagert wurden. Auch, wenn derzeit die Lage problemlos sei, betonte Krämer: „Altlasten bergen ein gewisses Grundwasserrisiko.“

Aber: „Wenn jetzt die großflächige Halle gebaut wird, wird sich die Situation schlagartig verbessern.“ Denn dadurch falle kein Regen mehr auf die ehemalige Deponie, somit gelangten keine bedenklichen Stoffe ins Grundwasser.

Zur Errichtung der Halle müssen rund 5000 „sehr kleine Pfähle“ in den Untergrund gerammt werden, so Krämer. Honold hat bereits auf eigene Kosten zwei Gutachten in Auftrag gegeben, die laut Stadtbaudirektor bescheinigen: „Ja, das lässt sich machen.“ Es sei ein geringes bis gar kein Risiko vorhanden.

Es ist eine Win-Win-Situation für alle.

Markus Krämer, Stadtbaudirektor 

Auch für die Überwachung der Abwasserwerte und eventuell notwendige Sanierungsbrunnen, die das Wasser reinigen, will das Logistikunternehmen aufkommen. Honold habe hier zwar eine Obergrenze genannt, aber: „Die Summe liegt deutlich über jeder zu erwartenden Kostenübernahme“, sagte Krämer und ergänzte: „Es ist eine Win-Win-Situation für alle.“

Parkplatzsituation problematisch

Problematisch sahen manche Räte die Parkplatzsituation an, denn die Stellplätze sollen ebenerdig auf dem Gelände entstehen. So sagte Rainer Juchheim (Die Grünen): „Es wäre natürlich vernünftig gewesen, die dazu zu bringen, ein Parkdeck zu bauen.“ Und Christa Wanke (FDP) stellte klar: „Wir können das einfach nicht mehr mittragen – das ist gegen jedes ökologische und flächenschonendes Verständnis. Das machen wir nicht mehr mit.“

Am Ende wurde jedoch mehrheitlich beschlossen, dem Abschluss einer vertraglichen Regelung bezüglich der Altlasten zuzustimmen und gleichzeitig dem Stadtentwicklungsverband zu empfehlen, den geänderten Bebauungsplan als Satzung zu beschließen.

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