Hochansteckende Geflügelseuche nachgewiesen – darauf ist jetzt zu achten

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 Die hochansteckende Newcastle-Krankheit ist im Landkreis Günzburg nachgewiesen worden.
Die hochansteckende Newcastle-Krankheit ist im Landkreis Günzburg nachgewiesen worden. (Foto: dpa / Nigel Roddis)
Schwäbische Zeitung

Nachdem im Landkreis Günzburg im Juli die Newcastle-Krankheit, auch „atypische Geflügelpest“ genannt, nachgewiesen wurde, weist der Veterinärdienst des Landratsamtes Neu-Ulm nun alle Halter von Hühnern und Truthühnern ausdrücklich darauf hin, dass eine Pflicht zur Impfung gegen die Krankheit besteht. Denn die Newcastle Krankheit ist außerordentlich ansteckend, und kann bei Hühnern auch zum sofortigen Tod führen.

Die Seuche kann über den Zukauf von infizierten Vögeln oder durch infizierte Wildvögel eingeschleppt werden und sich so auf gesunde Tiere ausbreiten. Die Übertragung kann aber auch auf indirektem Weg über Geräte, Futter, Einstreu, kontaminierte Eier und den Menschen erfolgen. Die Ansteckungsgefahr für den Menschen selbst ist gering.

Hühner und Truthühner sind am empfänglichsten

Von dieser Viruserkrankung werden zwar die unterschiedlichsten Vogelarten infiziert, am empfänglichsten sind jedoch Hühner und Truthühner. Als Symptome treten bei den Tieren Durchblutungsstörungen, Durchfall, Lähmungserscheinungen und Atemnot auf. Bei Tauben, Enten und Gänsen verläuft die Erkrankung deutlich milder.

Bei dieser Geflügelgruppe ist eine Impfung möglich, jedoch nicht verpflichtend vorgeschrieben. Bei dem erkrankten Tier im Landkreis Günzburg handelte es sich nach Angaben des Landratsamts um eine verwilderte Haustaube.

Die Newcastle Krankheit ist in allen EU-Mitgliedstaaten anzeige- und bekämpfungspflichtig – und für alle Hühner und Puten sind regelmäßige Impfungen vorgeschrieben. Dabei ist es egal, ob die Hühner und Truthühner zu Erwerbszwecken oder aus reinem Hobby gehalten werden.

Die Impfung von Hobbygeflügel muss von einem praktischen Tierarzt durchgeführt werden. Verstöße gegen die Impfpflicht können vom Veterinärdienst des Landratsamtes als Ordnungswidrigkeit geahndet werden.

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