Haltung beweisen und kein Applaus für Sch...

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 Das sind Frittenbude.
Das sind Frittenbude. (Foto: Roxy)
Schwäbische Zeitung

Eine simple Frage zu Beginn: Woran denkt ihr bei dem Wort „Frittenbude“?

Vielleicht an eine ältere Frau im Kittel, die Currywurst und Pommes verkauft. Und das ist auch ein schönes Bild! Vielleicht aber auch an eine Band, die mit ihrer lebenslustigen Rebellion seit nunmehr 13 Jahren gegen die Erkenntnis ankämpft, dass das Leben nicht immer schön ist und dennoch zelebriert gehört. Widersprüchlich und immer fragend, süchtig nach Leben und der Sucht an sich, einvernehmlich unzufrieden mit den herrschenden Zuständen und dennoch latent glücklich. Frittenbude (Foto) steht am Samstag, 2. November, ab 20 Uhr auf der Roxy-Bühne in Ulm (VVK: 23 Euro), sie sind gerade auf „Rote Sonne-Tour – Teil 2“.

Das gleichnamige Album fange die Widersprüche der Band perfekt ein. Mal kryptisch, mal plakativ ziehen sich die Texte des Sängers Johannes Rögner durch das stimmige aber experimentierfreudige Soundbild von Martin Steer und Jakob Häglsperger. Wut trifft auf Liebe, Sucht auf Klarheit und Aggression auf Lässigkeit. Denn zu wissen, dass man kämpfen muss, führt nicht automatisch zu Bitterkeit. Selten habe man dieses Lebensgefühl so deutlich gespürt wie auf „Rote Sonne“.

Aus den Jungs, die ihr erstes von inzwischen fünf Alben im eigenen Jugendzimmer produzierten, sich durch die Jugendzentren und Clubs des Landes spielten und sich immer lieber den Höhen und Tiefen statt der Monotonie hingegeben haben, ist eine Band geworden, die trotz des Hypes zu ihren Überzeugungen steht: Haltung beweisen und kein Applaus für Scheiße. „Nicht gerade die schlechtesten Prinzipien in dieser Musikwelt.“ Als Support haben sie „shi offline“ dabei. Zwischen Impulsivität und Kontrolle, Destruktivität und Wiederaufbau bringen Alisa und Gordian Schönheit und Antistyle in einen mitreißenden Konflikt.

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