Großprojekt am Eselsberg: 49 Millionen Euro für 162 neue Wohnungen

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Für die UWS und die Ulmer Heimstätte ist dieses Projekt ein weiterer Baustein, um mit dem Neubau von Wohnungen für einen breiten
Für die UWS und die Ulmer Heimstätte ist dieses Projekt ein weiterer Baustein, um mit dem Neubau von Wohnungen für einen breiten Querschnitt der Ulmer Bevölkerung der Nachfrage am Mietwohnungsmarkt zu begegnen. (Foto: UWS)
Schwäbische Zeitung

Ein Wohnungsbauprojekt dieser Größenordnung ist auch im wachsenden Ulm selten: Die städtische Wohnungsbaugesellschaft UWS und die Genossenschaft Ulmer Heimstätte nehmen 49 Millionen Euro in die Hand, um auf dem ehemaligem Areal der Hindenburgkaserne am Eselsberg ein neues Wohngebiet zu schaffen. Nun war Spatenstich für das gemeinsame „Weinberg Carré“.

Auf dem Grundstück entlang des Weinbergweges werden 162 Wohnungen mit Tiefgarage und eine integrierte Quartiersgarage für alle zukünftigen Bewohner des Quartiers, sowie 950 Quadratmeter gewerbliche Nutzfläche entstehen. Für beide Bauherren war von vornherein klar, dass das Projekt für bezahlbares Wohnen steht. Mehr als 40 Prozent der Wohnungen werden mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg gefördert, betonten die Spitzen der Bauherren, Christoph Neis (Heimstätte) und Frank Pinsler (UWS). Um eine ausgewogene Sozialstruktur sicher zu stellen, werden die anderen Wohnungen dem allgemeinen Mietwohnungsmarkt zu ortsüblichen Mieten zur Verfügung gestellt. Das heißt: Mieter aus allerlei sozialen Schichten leben Tür an Tür. Alle Wohnungen verbleiben im Besitz der beiden Wohnungsunternehmen und werden durch die UWS und die Heimstätte vermietet.

Die gewerblichen Flächen konnten bereits zum Teil schon vermietet werden. Mit der Bruderhaus Diakonie und der Mukki sind zwei Sozialpartner gefunden, mit denen soziales Konzepte im Quartier umgesetzt werden können.

Der Polizeiposten Eselsberg, der mittelfristig aus den Räumlichkeiten am Stifterweg ausziehen muss, wird in das Weinberg Carré mit einem Polizeiposten mit neuesten Sicherheitsstandards und modernen Büros für die Beamten einziehen. Für die verbleibende Flächen werden nach Angaben von UWS und Heimstätte noch Mieter gesucht.

Wie Neis und Pinsler betonen, zeigen Heimstätte und UWS bei dem Projekt auch ihre Innovationskraft. So werden in den Tiefgaragen ein erheblicher Teil der Stellplätze „E-mobil-ready“ sein, teilweise schon ausgestattet mit kompletten Lademöglichkeiten. Bei beiden Unternehmen sei es seit Jahren Standard, alle Wohnungen zukunftssicher mit Glasfaserverkabelung bis in die Wohnung auszustatten. Dies sei im Innovationsquartier ohnehin Voraussetzung für eine Vernetzung der Wohnungen im Quartier. Fast schon Standard: Barrierefreiheit der Wohnungen sowie ein nachhaltiges Energiekonzept der Gebäude mit Energiestandard „KfW-Effizienzhaus 55“.

Auf dem gesamten Areal sollen einmal 900 Wohneinheiten für rund 2000 Einwohner geschaffen werden.

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