Gratulanten loben Kulitz als großen Netzwerker

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Geburtstagsempfang im Ulmer Haus der Wirtschaft (von links): Annette Schavan, Geburtstagskind Peter Kulitz, Ulrike Kulitz und Gü (Foto: Scherwinski)

Großer Bahnhof für Dr. Peter Kulitz: Rund 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft haben dem Präsidenten der Industrie- und Handelskammer (IHK) Ulm gestern im Haus der Wirtschaft zum 60. Geburtstag gratuliert. An der Spitze der Gratulantenschar standen der frühere Ministerpräsident und jetzige EU-Energie-Kommissar Günther Oettinger (CDU), Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) sowie Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) als Vertreter der grün-roten Landesregierung.

Sie alle priesen den Ulmer Kammerpräsidenten als begnadeten Netzwerker, der ganz bewusst und nicht nur auf zahlreichen Auslandsreisen die Nähe zur Politik sucht, um bei den „Mächtigen“ Gehör zu finden. Als „politischer Präsident“ eckt Kulitz mitunter auch an oder provoziert Widerspruch, wie bei seinem Einsatz für Stuttgart 21.

Vom Sozialdemokraten Nils Schmid wurde der 60-Jährige dafür gestern ausdrücklich gelobt: „Uns beide eint die feste Überzeugung, dass wir alles daran setzen müssen, den Industriestandort Baden-Württemberg vorne zu halten.“ Kulitz habe an führender Stelle das Bündnis für Stuttgart 21 geschmiedet und Ja zu diesem wichtigen Infrastruktur-Projekt gesagt.

Auch Günther Oettinger, mit dem Kulitz seit vielen Jahren befreundet ist, rühmte den Jubilar als harten, aber fairen Partner der Politik. Der für die Energiepolitik verantwortliche EU-Kommissar in Brüssel warnte davor, im Zuge der Energiewende den Strom in Deutschland unbezahlbar zu machen und damit industrielle Arbeitsplätze zu gefährden.

„Er ist ein durch und durch politischer Mensch“, charakterisierte Annette Schavan den Sechziger Kulitz. Als Netzwerker führe er Menschen und Gruppen zusammen, sei aber auch fähig, „gezielte Provokationen zu setzen“, meinte die Ministerin mit Blick auf sein Werben für Stuttgart 21 und die ICE-Neubaustrecke.

Kulitz selber antwortete auf die lobenden Worte eher nachdenklich. Ihn bewege weder die Euro- noch die Energiekrise so sehr wie die Tatsache, „dass wir bei uns zu wenig Kinder haben“. Sein Geburtstagswunsch: Familien mit Kindern müssten wieder mehr Wertschätzung erfahren. Kulitz: „Da muss sich in der Gesellschaft die Einstellung ändern.“

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