Grüne wollen Steingärten in Neu-Ulm verbieten lassen

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 Die Fraktion der Grünen im Neu-Ulmer Stadtrat wollen Steingärten verbieten lassen.
Die Fraktion der Grünen im Neu-Ulmer Stadtrat wollen Steingärten verbieten lassen. (Foto: pr)
Michael Ruddigkeit

Stein- und Schottergärten sind schlecht für den Erhalt der Artenvielfalt und fürs Stadtklima. Die Fraktion der Grünen im Neu-Ulmer Stadtrat beantragte deshalb, diese in Neubaugebieten zu verbieten – nach dem Vorbild anderer Städte wie Dortmund oder Heilbronn.

Oberbürgermeister Gerold Noerenberg (CSU) gab zu bedenken, dass der Begriff „Schottergarten“ nicht gesetzlich geregelt sei. Besser als ein Verbot sei daher eine positive Festsetzung in den Bebauungsplänen.

Pflanzgebot statt Schotterverbot

Dort steht bereits jetzt drin, dass Gartenflächen „unter Verwendung von Stauden, Gräsern, Gehölzen oder durch Anlage von einjährigen Pflanzungen gärtnerisch als Grünflächen zu gestalten und zu bepflanzen“ seien. Ein Pflanzgebot also statt eines Schotterverbots. Noerenberg: „Etwas anzuordnen ist leichter, als etwas zu verbieten.“

Christa Wanke (FDP) merkte an, dass sich aber nicht jeder an die Vorgaben halte: „Ich sehe im Wiley riesige Steingärten.“ Hermann Hillmann (CSU) vermutete, dass in Neubaugebieten die Hälfte aller Gartenbesitzer gegen die Festsetzungen verstoße. Wenn massive Abweichungen vorlägen, müsse die Stadt einschreiten. Rainer Juchheim (Grüne) schlug vor, in die Pläne reinzuschreiben, dass Schottergärten unerwünscht seien.

Gerold Noerenberg sagte, dass vor allem wichtig sei, die Leute zu überzeugen. Sein Kompromissvorschlag: Die Verwaltung wird beauftragt, bis Ende November Verbesserungen vorzulegen, was die Vorgaben angeht. Dem schlossen sich die Stadträte geschlossen an.

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