Gesprächslesung mit Karl-Heinz Ott über Hölderlins Geister

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 Karl-Heinz Ott stellt in Ulm ein neues Buch vor.
Karl-Heinz Ott stellt in Ulm ein neues Buch vor. (Foto: Peter Hassiepen)
Schwäbische Zeitung

Am kommenden Dienstag, 5. November, kommt der preisgekrönte Autor und Musikwissenschaftler Karl-Heinz Ott nach Ulm. Auf Einladung der Goethe-Gesellschaft und der Museumsgesellschaft wird der gebürtige Ehinger bei einer Gesprächslesung bei der Museumsgesellschaft (Neue Straße) sein neues Werk über Friedrich Hölderlin vorstellen. Beginn ist um 19.30 Uhr, der Eintritt frei.

Dies ist auch als Auftakt zum Hölderlinjahr 2020 (250. Geburtstag im März) zu verstehen. In seinem neuen Buch setzt sich Ott mit der Wirkung Hölderlins in den unterschiedlichen politischen, weltanschaulichen und religiösen Diskursen bis in die Gegenwart, auseinander.

Am Eingang des Tübinger Hölderlin-Turms stand jahrelang der Satz aufgesprüht: „Der Hölderlin isch et veruckt gwä!“ Ein Verrückter? Ein Revolutionär? Schwäbischer Idylliker? Oder der Vorreiter aller modernen Poesie? Friedrich Hölderlin, der Mann im Turm, ist umkämpft wie kein zweiter deutscher Dichter. Im 19. Jahrhundert fast vergessen, im 20. Jahrhundert vom George-Kreis wiederentdeckt, von den 68ern als Revolutionär gefeiert: In seinem so witzigen wie gelehrten Essay zeigt Karl-Heinz Ott Hölderlin als großen Spiegel Deutschlands. Tübingen ist der Rahmen; dort hat der Dichter den größten Teil seines Lebens zugebracht, dort geistert er bis heute faszinierend umher.

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