Frühlingswetter lockt nach draußen - Polizei und Stadt kontrollieren verstärkt das Donauufer

 Die Stadt Ulm hat den Bereich der Holzstufen am Donauufer gesperrt, damit die Menschen dort nicht dazu verleitet werden, eng be
Die Stadt Ulm hat den Bereich der Holzstufen am Donauufer gesperrt, damit die Menschen dort nicht dazu verleitet werden, eng beieinander zu sitzen. (Foto: Ehrenfeld)
Redakteurin
Schwäbische Zeitung

Der Bauzaun lässt erkennen, dass auch dieser Frühling kein normaler ist. Die Stadt Ulm hat die Holzstufen am Ufer im Bereich der Donauweise gesperrt, damit die Menschen dort nicht dazu verleitet werden, eng beieinander zu sitzen. Doch die Stadtverwaltung will auch darauf aufmerksam machen, dass es aktuell nur gemeinsam geht.

Zahlreiche Erholungssuchende tummeln sich derzeit am Ulmer Donauufer, um Sonne zu tanken und spazieren zu gehen. Dabei halten sich nicht alle an die geltenden Regelungen, die wohl bei all der Freude über die warmen Temperaturen schnell vergessen sind. Die Stadt Ulm und die Polizei mahnen deshalb vor allem mit Blick auf Ostern, sich an die Regelungen zu halten.

Die Polizei will gerade über die Feiertage ihre Kontrollen fortsetzen, daneben aber auch weiterhin auf eine breite Prävention und Information, etwa durch Gespräch mit den Menschen, setzen.

Wenn Sonnenschein und sommerliche Temperaturen ins Freie locken, so bleiben Abstand und Rücksicht weiterhin entscheidend, betont die Stadt Ulm und führt aus, was aktuell gelte: Auch draußen dürfen sich maximal fünf Personen aus nicht mehr als zwei Haushalten treffen. Kinder der beiden Haushalte bis einschließlich 14 Jahre zählen zur Personenzahl nicht dazu. Besteht ein Haushalt aus fünf oder mehr Personen über 14 Jahren, darf sich dieser Haushalt mit einer weiteren nicht zum eigenen Haushalt gehörenden Person treffen.

Da insbesondere die Innenstadt und das Donauufer bei schönem Wetter viele Menschen anziehen, werde dort in den nächsten Tagen und Wochen intensiv kontrolliert, kündigen Stadt und Polizei an.

Im Ulmer Impfzentrum könnten täglich fast doppelt so viele Menschen gegen das Coronavirus geimpft werden - wenn genügend Impfstoff da wäre.

Schon am Dienstag war die Polizei verstärkt an der Donau unterwegs. In den frühen Abendstunden am Samstag fanden sich zahlreiche Erholungssuchende auf der Donauwiese und angrenzenden Stadtmauer ein. Sie ließen sich dort vielfach in Gruppen nieder und achteten nicht auf die Einhaltung der Corona-Vorschriften, berichtet die Polizei. Dort wo die Beamten Verstöße feststellten, sprachen die Polizisten die Betroffenen an und wiesen sie auf die Einhaltung der Vorschriften hin. Nahezu alle Angesprochenen waren einsichtig und verließen im Anschluss den Bereich um die Donauwiese.

Auf was die Polizei setzt

Der Polizei gehe es bei den Kontrollen nicht darum, Verstöße anzuzeigen. In erster Linie sei es die Absicht der Polizei, die Menschen zu überzeugen und zu sensibilisieren. Sie geht deshalb mit Augenmaß vor und sorgt gemeinsam mit den Ordnungsbehörden dafür, dass die Regeln eingehalten werden, berichtet die Polizei. Dabei appellierten die Kontrollierenden zunächst an die Vernunft der Bürger. Wer sich aber auch von der Polizei nicht belehren lässt und die Regeln weiterhin missachtet, müsse mit einer Anzeige rechnen. In solchen Fällen kann dann ein Bußgeld von bis zu 250 Euro verhängt werden.

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