Frischer Wind weht im Donautal und auf der Brenzbahn

Lesedauer: 4 Min
 Die Hohenzollerische Landesbahn wird neue Dieseltriebwagen des Typs LINT 54 des Herstellers Alstom einsetzen. Die Fahrzeuge wer
Die Hohenzollerische Landesbahn wird neue Dieseltriebwagen des Typs LINT 54 des Herstellers Alstom einsetzen. Die Fahrzeuge werden eine Einstiegshöhe von 55 Zentimetern haben. Damit ist im Unterschied zu den heute eingesetzten Fahrzeugen ein barrierefr (Foto: Alstom)

Nicht die Deutsche Bahn (DB) sondern die mehrheitlich im Besitz des Landes Baden-Württemberg befindliche Hohenzollerische Landesbahn (HZL) fährt künftig auf der Brenzbahn und im Donautal. Wie das baden-württembergische Verkehrsministerium am Dienstag mitteilte, wurde der regionale Bahnverkehr im sogenannten „Ulmer Stern“ (Vergabenetz 12) neu vergeben.

Mit der Neuvergabe an die HZL liege der Preis pro Zugkilometer rund ein Fünftel unter dem bisherigen Preis des Großen Verkehrsvertrags. Die Inbetriebnahme des Netzes ist für Juni 2019 vorgesehen. „Dies bedeutet vom Juni 2019 an neue und modernere Fahrzeuge sowie ein verbesserter Fahrplan“, wird Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) in einer Pressemitteilung zitiert. .

Es hat habe sich einmal mehr gezeigt, dass der Wettbewerb sowohl günstigere Preise für das Land als auch Verbesserungen für die Fahrgäste ermögliche. Besonders freue er sich darüber, dass sich diesmal eine Landesgesellschaft im Wettbewerb durchgesetzt hat.

Das „Netz 12“ umfasst den Regionalexpress (RE) Ulm-Aalen, die Regionalbahn (RB) Ulm-Langnau und die RB Ulm-Munderkingen. Nicht enthalten sind der Interregio Express (IRE) Ulm-Aalen und der IRE/RE Ulm-Sigmaringen-Donaueschingen. Diese Leistungen wurden wie berichtet an die DB vergeben. Im Netz 12 wird grundsätzlich das heutige Angebot weitergefahren. Verbesserungen wird es in den Tagesrandlagen und am Wochenende geben. Dort werden Taktlücken geschlossen.

Insbesondere wird das Angebot in den Abendstunden verbessert: Ab Ulm geht es von Juni 2019 an stündlich bis 22.14 Uhr nach Aalen und um 23.14 Uhr nach Heidenheim sowie ab Aalen stündlich bis 22.34 Uhr nach Ulm und um 23.34 Uhr mit IRE-Anschluss von Karlsruhe nach Heidenheim. Ab Langenau verkehrt künftig sonntags von 6.26 Uhr an eine zusätzliche Regionalbahn nach Ulm. Der heutige RE Ulm-Aalen-Crailsheim wird mit Dieselantrieb nur noch bis Aalen fahren. Dort besteht aber Anschluss von und zur elektrisch betriebenen Metropolexpress-Linie Stuttgart-Aalen-Crailsheim. Insgesamt wird das Angebot im Netz 12 im Vergleich zu heute um rund 16 Prozent auf künftig etwa 1,7 Millionen Zugkilometer pro Jahr ausgeweitet. Davon entfallen knapp 200 000 Zugkilometer auf den rund acht Kilometer langen bayerischen Abschnitt der Brenzbahn. Dort halten die Züge an den drei bayerischen Verkehrsstationen Thalfingen (RE, RB), Oberelchingen (RB) und Unterelchingen (RB).

Die HZL wird neue Dieseltriebwagen des Typs LINT 54 des Herstellers Alstom einsetzen. Dieser Typ wird damit erstmals in Baden-Württemberg eingesetzt. In vielen anderen Bundesländern habe er seine Praxistauglichkeit unter Beweis gestellt. Die Fahrzeuge werden eine Einstiegshöhe von 55 Zentimetern haben. Damit ist im Unterschied zu den heute eingesetzten Fahrzeugen ein barrierefreier Einstieg möglich. Außerdem werden in jedem Fahrzeug 18 Fahrradstellplätze vorhanden sein.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen