Filmreife Verfolgungsjagd: Polizei stoppt betrunkenen Autofahrer mit Wohnanhänger

Lesedauer: 3 Min

Die Staatsanwaltschaft wurde eingeschaltet, der Führerschein sichergestellt und eine Blutprobe veranlasst.
Die Staatsanwaltschaft wurde eingeschaltet, der Führerschein sichergestellt und eine Blutprobe veranlasst. (Foto: dpa / Roland Weihrauch)
Schwäbische Zeitung

Die Mitteilung der Polizei klingt wie eine Szene aus einem Actionfilm: Erst durch Querstellen eines Streifenwagens auf der B10 bei Nersingen konnte ein Autofahrer in der Nacht von Donnerstag auf Freitag gestoppt werden. Er flüchtete vor der Polizei. Wohl auch deshalb, weil der Fahrer nach Angaben der Polizei deutlich betrunken war, nicht die notwendige Fahrererlaubnis hatte und sein mitgeführter Wohnwagen nicht zugelassen war.

Doch der Reihe nach: Kurz vor Mitternacht ging bei der Einsatzzentrale in Kempten die Mitteilung eines Verkehrsteilnehmers ein, dass er ein Wohnanhängergespann auf der Europastraße in Neu-Ulm beobachtet hat. Dessen Fahrer habe eine rote Ampel missachtet und sei nun auf der B10 stadtauswärts in einer Schlangenlinienfahrt in Richtung Nersingen unterwegs.

Polizeiauto abgedrängt

Eine Streife der Polizeiinspektion Neu-Ulm konnte das verdächtige Gespann kurz darauf in Burlafingen sichten und wollte den Fahrer zum Anhalten auffordern. Dazu setzte der Fahrer des Streifenwagens zum Überholen an, wurde aber vom Fahrer des Wohnanhängers abgedrängt. Der Beamte musste ausweichen und eine Notbremsen einlegen – ansonsten wäre es zum Unfall gekommen.

Zwischenzeitlich waren mehrere Streifen vor Ort. Jedoch schafften sie es erst den 34-Jährigen zu stopnnen, indem sie einen Streifenwagen quer auf der Fahrbahn positionierten. Zu einem Unfall kam es dabei zum Glück nicht.

1,5 Promille

Wie sich herausstellte, stand der 34 Jahre alte Fahrer des Gespanns, der alleine unterwegs war, aber mit 1,5 Promille deutlich unter Alkoholeinfluss. Zudem hatte er zum Führen des Anhängers nicht die erforderliche Fahrerlaubnis und hatte an dem nicht zugelassenen Wohnwagen ein für diesen Anhänger nicht ausgegebenes deutsches Kurzzeitkennzeichen angebracht.

Derzeit hat der 34-Jährige in Deutschland keinen festen Wohnsitz. Die Staatsanwaltschaft wurde umgehend eingeschaltet. Der Führerschein wurde sichergestellt und eine Blutprobe veranlasst. Die Weiterfahrt wurde unterbunden.

Mehr zum Thema
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen