Feuerwehreinsatz bei Hensoldt: Fässer mit Salpetersäure drohen zu bersten

Lesedauer: 4 Min
 Weder Säure noch Dämpfe seien bei dem Einsatz bei Hensoldt in Ulm ausgetreten.
Weder Säure noch Dämpfe seien bei dem Einsatz bei Hensoldt in Ulm ausgetreten. (Foto: Archiv / Thomas Heckmann)
Schwäbische Zeitung

Für Aufsehen sorgte in Ulm am Dienstagmittag ein Großeinsatz der Feuerwehr. Die Überhitzung zweier Chemikalienbehälter im speziell abgesicherten Gefahrstofflager des Sensorspezialisten Hensoldt löste den Alarm aus. Der Einsatz dauerte nach Angaben eines Hensoldt-Sprechers zwei Stunden, Personen kamen dabei nicht zu Schaden.

Aus noch unbekannten Gründen hatten sich zwei Fässer mit Salpetersäure erhitzt und aufgebläht. Mit Unterstützung der Polizei sperrte die Hensoldt-Werksfeuerwehr den Gefahrenbereich im Inneren des Geländes ab, während der Gefahrstoffzug der Ulmer Feuerwehr die Fässer druckentlastete und in sichere Überbehälter umlagerte.

Auch Notärzte waren vor Ort

Wie es die Einsatzpläne der Feuerwehr für Gefahrstoffeinsätze vorsehen, wurde die Ulmer Feuerwehr vorsorglich von mehreren Notärzten begleitet, deren Einsatz jedoch nicht notwendig war.

Salpetersäure wirkt auf Haut, Atemwege und Schleimhäute ätzend. Das Einatmen der Dämpfe kann zu einem toxischen Lungenödem führen. Diese Gefahr besteht vor allem beim Erhitzen oder bei der konzentrierten Säure. In hoher Konzentration ist sie ein starkes Oxidationsmittel und wirkt brandfördernd.

Flugzeug ohne Pilot? Radar aus Ulm könnte der Schlüssel sein
Das neue Überwachungsradar „PrecISR“ der Firma Hensoldt soll Drohnen frühzeitig vor Kollisionen warnen. Die Technik könnte aber auch die zivile Luftfahrt verändern.
Mehr zum Thema
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen