Fast kein Wasser: Darum wird die Blau trocken gelegt

Lesedauer: 2 Min
 Die Kleine Blau an der Inneren Wallstraße .
Die Kleine Blau an der Inneren Wallstraße . (Foto: Andreas Brücken)
Schwäbische Zeitung

Für acht bis zehn Stunden führt die Blau in Ulm ab Samstag, 13. Juli, so gut wie kein Wasser. Hintergrund sind nach Angaben der Stadt Ulm Bauarbeiten. Die Promenadenbrücke, die die Friedrich-Ebert-Straße auf Höhe des Xinedomes über die Blau überführt, ist sanierungsbedürftig und könne in ihrem jetzigen Zustand nicht mehr auf Dauer verkehrssicher betrieben werden.

Im Zuge der Bauarbeiten zur Sanierung der Promenadenbrücke, die Ende Mai begonnen haben, muss nun der Wasserspiegel der Blau abgesenkt werden. Dazu werden am kommenden Samstag am frühen Morgen die Verschlussklappen des Wehres zum Kobelgraben geöffnet, sodass der Großteil des Blauwassers über den Kobelgraben zur Donau geführt wird.

Im Bachbett der Blau ab Xinedome bis zur Mündung in die Donau werde lediglich eine geringe Mindestwassermenge verbleiben, die ein völliges Austrocknen verhindert. Diese Mindestwassermenge wird über Pumpen vor der Baustelle abgezogen und hinter der Baustelle am Xinedom wieder in das Bachbett der Blau gepumpt.

Die Maßnahme wurde von der Wasserrechtsbehörde unter Beteiligung der Fachbehörden und der Fischerei mit Auflagen genehmigt. Unter anderem müssen Fische umgesetzt und eventuell besonders kritische Bereiche zusätzlich über Tankwagen bewässert werden. Das Bachbett der Blau wird bei dieser Gelegenheit durch freiwillige Helfer auch von Müll und Unrat gereinigt.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen