Kitas und Kindergärten bleiben zu: Erzieherinnen aus ganz Oberschwaben demonstrieren in Ulm

 Einer der drei Kundgebungsorte im Land wird am Donnerstag Ulm sein.
Einer der drei Kundgebungsorte im Land wird am Donnerstag Ulm sein. (Foto: Marius Becker)
Schwäbische.de

Vor der dritten Verhandlungsrunde ruft die Gewerkschaft Verdi an diesem Donnerstag Beschäftigte aus Kindertagesstätten, der Sozialen Arbeit und Behindertenhilfe landesweit zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Einer der drei Kundgebungsorte im Land wird Ulm sein, dort versammeln sich Erzieherinnen, Sozialarbeiterinnen und weitere Beschäftigtengruppen um 10 Uhr auf dem Münsterplatz.

Betroffen sind neben den Einrichtungen in Ulm die städtischen Kindertagesstätten in Heidenheim, Laupheim, Wangen, Überlingen sowie weitere Gemeinden in Oberschwaben. Maria Winkler, Geschäftsführerin des Verdi-Bezirks Ulm-Oberschwaben, geht von einer hohen Beteiligung aus, denn „die Fachkräfte haben kein Verständnis für die Verweigerungshaltung der kommunalen Arbeitgeber am Verhandlungstisch“, die bislang kein Angebot vorgelegt haben.

Eltern wurden bereits informiert

Die von den KiTa-Schließungen betroffenen Eltern seien frühzeitig informiert worden. „Die meisten Eltern zeigen sich sehr solidarisch gegenüber dem Personal und wissen, dass der Streik nicht gegen die Eltern oder Kinder gerichtet ist“, betont Maria Winkler.

Nach zwei bisher ergebnislos gebliebenen Verhandlungsrunden erhöhe Verdi nun den Druck, um doch noch am Verhandlungstisch zu einer Lösung zu kommen. „Die gesellschaftliche Bedeutung der Sozial- und Erziehungsberufe wird zwar allgemein betont, jedoch fehlen die dringend notwendigen Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel und gegen die ständige Überlastung des pädagogischen Personals. Eine angemessene Bezahlung ist überfällig, die gestiegenen Anforderungen brauchen andere Antworten als die Bezahlung nach 30 Jahre alte Tätigkeitsmerkmalen.“

Die zum Warnstreik aufgerufen Beschäftigten aus den Kindertagesstätten Ulm werden in einem Demonstrationszug ab 9 Uhr vom Weinhof durch die Stadt zum Münsterplatz ziehen. Dorthin kommen auch die Streikenden aus anderen Städten, die mit Bussen anreisen und über die Hirschstraße zum Münsterplatz ziehen.

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