Entflohene Häftlinge könnten sich im Großraum Stuttgart aufhalten

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Zwei Männer schauen mit ernstem Blick in die Kamera
Diese Männer sind aus der Psychiatrie in Günzburg entflohen: Alexander Günter (links) und Ruslan-Oleksandr Tsopa (rechts). (Foto: Polizei)
Schwäbische Zeitung
Die Bevölkerung wird gebeten, bei direktem Kontakt nicht an die Entflohenen heranzutreten, sondern sofort die Notrufnummer 110 zu wählen. Hinweise, insbesondere zum aktuellen Aufenthaltsort der beiden Männer, werden von der Kriminalpolizeiinspektion Neu-Ulm unter der Telefonnummer 0731/8013-0 entgegengenommen.

Die vor wenigen Wochen aus dem Bezirkskrankenhaus Günzburg entflohenen Häftlinge könnten sich im Großraum Stuttgart aufhalten. Das teilt das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West am Dienstag mit. 

Wie bereits mehrfach berichtet, waren in der Nacht vom 22. auf 23. September zwei Männer nach einer Geiselnahme aus dem Krankenhaus entwichen. Sie waren dort in der Maßregelvollzugsklinik untergebracht. 

Aktuelle Ermittlungen der Kriminalpolizei in Neu-Ulm sollen nun zu den Erkenntnissen geführt haben, dass sich die beiden Gesuchten in der Zwischenzeit im Großraum Stuttgart aufhalten könnten.

Wie die Polizei darauf kommt, werde aus ermittlungstaktischen Gründen nicht gesagt, so eine Polizeisprecherin auf Nachfrage. Über den nun veröffentlichten neuen Hinweis sollen aber vor allem die Menschen im Großraum Stuttgart sensibilisert werden. Zeitgleich diene der Hinweis aber auch als Entwarnung für die Menschen im Raum Günzburg. 

Auch Polizeihubschrauber immer wieder im Einsatz

Seit der Flucht wurden durch die Polizei umfangreichen Fahndungsmaßnahmen auch unter mehrfacher Einbeziehung des Polizeihubschraubers der Öffentlichkeit durchgeführt und ist einer Vielzahl von Hinweisen im Großraum Günzburg nachgegangen, die teilweise auch bis in Einzugsbereich von Neu-Ulm reichten.

Die Kriminalpolizeiinspektion Neu-Ulm, die seit der Tatnacht die Ermittlungen wegen Geiselnahme gegen die beiden Männer führt, werte derzeit alle eingegangenen Hinweise und Spuren in diesem Zusammenhang aus und fahnde nach den Männern mit Hochdruck. Die beiden Flüchtigen werden mittlerweile deutschland- und europaweit gesucht. 

Bei den beiden Flüchtigen handelt es sich um den 28-jährigen deutsch-russischen Staatsangehörigen Alexander Günter sowie den 23-jährigen ukrainischen Staatsangehörigen Ruslan-Oleksandr Tsopa.

Dieses Bild zeigt Alexander Günter in der Bekleidung, in der er den Bereich des Maßregelvollzugs in Günzburg verlassen hat.
Dieses Bild zeigt Alexander Günter in der Bekleidung, in der er den Bereich des Maßregelvollzugs in Günzburg verlassen hat. (Foto: Polizei)

Alexander Günter ist nach Angaben der Polizei von normaler, sportliche Statur. Er trägt kurze, blonde Haare und ist 1,64 Meter groß.

Ruslan-Oleksandr Tsopa trägt dunkle kurze Haare, einen Bart und ist 1,75 Meter groß.

Dieses Bild zeigt Ruslan-Oleksandr Tsopa in der Bekleidung, in der er den Bereich des Maßregelvollzugs in Günzburg verlassen hat
Dieses Bild zeigt Ruslan-Oleksandr Tsopa in der Bekleidung, in der er den Bereich des Maßregelvollzugs in Günzburg verlassen hat. (Foto: Polizei)

Günter ist unter anderem wegen räuberischen Diebstahls, Tsopa unter anderem wegen schweren Bandendiebstahls polizeilich in Erscheinung getreten. Beide wurden wegen ihrer Suchterkrankungen in der Klinik für Forensischen Psychiatrie in Günzburg im Maßregelvollzug behandelt.

Die Bevölkerung wird gebeten, bei direktem Kontakt nicht an die Entflohenen heranzutreten, sondern sofort die Notrufnummer 110 zu wählen. Hinweise, insbesondere zum aktuellen Aufenthaltsort der beiden Männer, werden von der Kriminalpolizeiinspektion Neu-Ulm unter der Telefonnummer 0731/8013-0 entgegengenommen.
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