Energieversorger insolvent: SWU übernehmen 1400 Kunden

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 Von der Insolvenz des Stromanbieters BEV Bayerische Energieversorgungsgesellschaft sind auch Haushalte in Ulm und Umgebung betr
Von der Insolvenz des Stromanbieters BEV Bayerische Energieversorgungsgesellschaft sind auch Haushalte in Ulm und Umgebung betroffen. (Foto: dpa / Karl-Josef Hildenbrand)
Schwäbische Zeitung

Von der Insolvenz des Stromanbieters BEV Bayerische Energieversorgungsgesellschaft sind auch Haushalte in Ulm und Umgebung betroffen. Das teilen die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm am Montag mit. Rund 1400 ehemalige BEV-Kunden bezogen demnach bis 29. Januar, dem Tag der Insolvenzanmeldung, Strom oder Gas von dem Münchner Unternehmen. Das Licht in den betroffenen Haushalten ging dennoch nicht aus: Die SWU Energie übernahm nach eigenen Angaben die Strom- und Gasversorgung „nahtlos“. Gemäß Gesetz springe der örtliche Energieversorger in derlei Fällen ein und garantiere die so genannte Ersatzversorgung, heißt es in einer Pressemitteilung.

Wir lassen niemanden im Regen stehen.

Marcus Deutenberg, SWU-Vertriebsleiter 

„Die früheren BEV-Kunden sind damit erst einmal abgesichert, das ist das wichtigste“, wird SWU-Vertriebsleiter Marcus Deutenberg zitiert. Die Haushalte könnten nun in Ruhe entscheiden, um einen neuen Vertrag abzuschließen. „Natürlich wird die SWU günstige Angebote unterbreiten, in jedem Fall seriös kalkulierte“, so Deutenberg. Die SWU habe die betroffenen Haushalte per Brief informiert. Auch ein Begrüßungsgeschenk gebe es bei der SWU abzuholen: einen Stockschirm. „Wir lassen niemanden im Regen stehen“, so Marcus Deutenberg augenzwinkernd.

Die BEV-Insolvenz ist der zweite Fall binnen weniger Wochen, in dem Energiekunden vom plötzlichen Lieferstopp ihres in wirtschaftliche Schieflage geratenen Versorgers überrascht werden. Kurz vor Weihnachten traf es in Ulm etwa zwanzig Gewerbekunden der DEG Deutsche Energie GmbH aus Erlenbach (Landkreis Heilbronn). Haushaltskunden waren nicht betroffen. Aber auch in diesem Fall sei die SWU Energie mit der Ersatzversorgung in die Bresche gesprungen, teilt das Unternehmen mit.

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