Ein Krankenhaus ist umgezogen

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Der Umzug der Urologie war mit aufwendigen Planungen verbunden, damit alles reibungslos laufen konnte.
Der Umzug der Urologie war mit aufwendigen Planungen verbunden, damit alles reibungslos laufen konnte. (Foto: Nina Schnürer, Uniklinikum Ulm)
Sebastian Mayr

Drei Tage lang lief der Betrieb parallel: Die Klinik für Urologie des Uniklinikums stand gewissermaßen gleichzeitig auf zwei verschiedenen Bergen der Stadt. Während Geräte und Einrichtung nach und nach von den alten Räumen auf den Michelsberg in die neuen Räume in die Albert-Einstein-Allee auf dem Oberen Eselsberg gebracht wurden, behandelten die Ärzte ihre Patienten teils in der alten und teils in der neuen Station. Das, berichtet eine Sprecherin, sei das Schwierigste an den Planungen gewesen: Wer muss wann wo sein und was steht zu welchem Zeitpunkt an welchem Ort? „Es ist alles glatt gelaufen“, fasst sie nach dem Umzug zusammen. Die Urologische Klinik ist jetzt im fünften Stock des Neuen Chirurgie-Gebäudes auf dem Oberen Eselsberg untergebracht.

Vier Krankenwagen brachten die 15 Patienten vom Michelsberg dorthin. Wer ausreichend gut zu Fuß war, nutzte die eingesetzen Shuttle-Busse oder machte sich selbst auf den Weg. Als vor sechs Jahren die Chirurgische Klinik vom Safranberg auf den Oberen Eselsberg zog, waren die Herausforderungen deutlich größer gewesen. Damals mussten 118 Patienten mit Hilfe von 38 Fahrzeugen und mehr als 100 Helfern von einem Ort an den anderen transportiert werden mussten.

Am Freitag wurden alle stationären Patienten verlegt, seit Montag wird auch jeder, der sich ambulant behandeln lässt, am neuen Standort betreut.

Auf dem Safranberg entstehen derzeit 120 Wohnungen im großteils denkmalgeschützten historischen Krankenhausgebäude. Was mit den Räumen in der alten Urologischen Klinik auf dem Michelsberg geschieht, ist dagegen bislang noch unklar. „Das wird derzeit intern besprochen“, sagt die Sprecherin. Sie rechne damit, dass die Universitätskliniken ihre Entscheidung in näherer Zukunft treffen und bekannt machen werden.

Die Kinderurologie bleibt aufgrund der Nähe zur Kinderklinik vorerst am Michelsberg. Auf lange Sicht sollen allerdings alle Kliniken auf den Oberen Eselsberg umziehen. Diese Entscheidung hat das Großkrankenhaus im Mai vor sieben Jahren verkündet. Bis die Universitätskliniken dieses ehrgeiziges Ziel umgesetzt haben, dürften aber noch mehr als zehn Jahre vergehen.

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