Drogen an Schule: Polizei durchsucht Wohnungen im Kreis Neu-Ulm

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 An einem Gymnasium in Neu-Ulm sollen mehrere Schüler Drogen konsumiert und teilweise verkauft haben. Die Polizei durchsuchte je
An einem Gymnasium in Neu-Ulm sollen mehrere Schüler Drogen konsumiert und teilweise verkauft haben. Die Polizei durchsuchte jetzt drei Wohnungen im Landkreis. (Foto: dpa / Pablo Abarenga)
Michael Ruddigkeit

Am Bertha-von-Suttner-Gymnasium im Neu-Ulmer Stadtteil Pfuhl sollen mehrere Schüler Drogen konsumiert und teilweise verkauft haben. In diesem Zusammenhang durchsuchte die Polizei drei Wohnungen in Neu-Ulm, Elchingen und Nersingen.

Es besteht der Verdacht, dass mit Marihuana, LSD und Ecstasy gedealt wurde. Insgesamt ermitteln die Beamten derzeit gegen etwa 30 Beschuldigte. Darunter sind Schüler, aber auch etliche junge Leute, die nichts mit dem Gymnasium zu tun haben. Diese sind zwischen 17 und 20 Jahre alt.

Laut Polizei kursierten seit Ende vorigen Jahres an der Schule Gerüchte über Drogenmissbrauch, denen die Schulleitung von Anfang an intensiv nachgegangen ist. Als konkrete Verdachtsmomente vorlagen, wurde die Polizei eingeschaltet. Die leitete verdeckte Ermittlungen ein.

Elftklässler sagen aus und helfen so der Polizei

Am Donnerstag wurden Schüler der Q11 von der Schulleitung und der Polizei ohne Nennung von Namen darüber informiert, dass einzelne aus ihrem Jahrgang in diesem Zusammenhang als Beschuldigte gelten. Alle wurden aufgefordert, sich bei der Polizei als Zeugen zu melden.

Zusammen mit der Schulleitung informierten die Polizisten aus Neu-Ulm über die medizinischen Gefahren und die möglichen rechtlichen Folgen von Drogenkonsum, wie Strafverfahren und beispielsweise erhebliche Probleme bei der Beantragung einer Fahrerlaubnis. Einige Elftklässler konnten Angaben zu den Sachverhalten machen und halfen dadurch der Polizei bei deren Ermittlungen.

Was der Leiter des Bertha-von-Suttner-Gmnasiums sagt

Schulleiter Mark Lörz bedauert es sehr, den Schulbetrieb durch eine solche Aktion zu stören. „Wir sind es aber der großen Mehrheit unserer Schülerinnen und Schülern, die noch minderjährig sind und mit Drogen nichts zu tun haben, schuldig, gegen Drogenmissbrauch absolut unnachgiebig vorzugehen“, so Lörz.

Das strafbare Fehlverhalten einiger weniger gefährde nicht nur massiv deren eigene Laufbahn und Gesundheit, sondern die Sicherheit an der Schule insgesamt, so Lörz weiter, daher werde man hier auch alle notwendigen schulrechtlichen Konsequenzen ziehen.

Polizei durchsucht Wohnungen in Elchingen, Nersingen und Neu-Ulm

Bei den Hausdurchsuchungen stellten Polizisten insgesamt etwa 35 Gramm Marihuana sicher. Im Nachgang stellten sich Polizeibeamte dem betroffenen Jahrgang für Fragen zur Verfügung. Noch nicht abgeschlossen sind die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen hinsichtlich möglicher Hintermänner und weiterer Beschuldigter. Wie ein Sprecher der Neu-Ulmer Polizei sagte, gab es nach der Aktion am Donnerstag zwei weitere Durchsuchungen.

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