Diesmal auch in Neu-Ulm: Hier ist der Bindertanz zu sehen

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 Der Bindertanz gehört zu den ältesten Traditionen in Ulm und reicht bis ins Jahr 1551 zurück.
Der Bindertanz gehört zu den ältesten Traditionen in Ulm und reicht bis ins Jahr 1551 zurück. (Foto: Archiv / Benz)
Schwäbische Zeitung

Die Aufführungstermine: 

Sonntag, 14. Juli: 10 Uhr: Wiblingen, Klosterhof; 10.45 Uhr: Söflingen, Klosterhof; 11.45 Uhr: Eselsberg, Platz beim Bürgerzentrum Eselsberg; 12.45 Uhr: Böfingen, Quartiersplatz Lettenwald; 14 Uhr: Neu-Ulm, Rathausplatz.

Sonntag, 21. Juli: 16 Uhr: Kornhausplatz; 16.20 Uhr: Judenhof; 16.50 Uhr: Hafenbad/Hafengasse; 17.10 Uhr: Hans-und-Sophie-Scholl-Platz; 17.40 Uhr: Weinhof; 18 Uhr: Marktplatz.

Schwörmontag, 22. Juli: 11 Uhr: im Rahmen der Schwörfeier auf dem Weinhof.

Der Bindertanz gehört zu den ältesten Traditionen in Ulm und reicht bis ins Jahr 1551 zurück. Zu sehen war er zuletzt am Schwörmontag 2016, als Alt-OB Ivo Gönner zum Ehrenbürger der Stadt ernannt worden war.

Heuer gibt es eine Änderung. Anders als in den vergangenen Jahren wird der Bindertanz am Sonntag, 14. Juli, statt in den Ulmer Ortschaften in den Ulmer Stadtteilen aufgeführt. So kommen auch die Bürger von Wiblingen, Söflingen, Eselsberg und Böfingen in den Genuss, den Reiftanz in ihrem Stadtteil sehen zu können. Zum Abschluss des Tages stattet die Gruppe den Neu-Ulmern einen Besuch ab. Beginn auf dem Neu-Ulmer Rathausplatz ist um 14 Uhr (siehe Kasten). 

Das Nabada im Zeitraffer
Zehntausende Besucher haben am Montag beim Ulmer Schwörmontag das „Nabada“ bejubelt. Schwäbische.de war mit der Kamera live dabei - das ganze Spektakel im Zeitraffervideo.

Am darauffolgenden Schwörsonntag, 21. Juli, wird auf verschiedenen Plätzen der Ulmer Innenstadt getanzt, etwa am Judenhof und auf dem Marktplatz. Bei der Schwörfeier auf dem Weinhof wird der Bindertanz dann zum letzten Mal in diesem Jahr aufgeführt (ab 11 Uhr).

Die Geschichte des Schwörmontag
Es ist ein besonderer Moment für die Ulmer. Der Bürgermeister hebt seine Hand. Streckt die drei Finger aus und schwört den Bürgern ein gemeiner Mann zu sein. Danach säumen Tausende Zuschauer die Donau. Schauen zu, wie Themenboote, selbstgebastelte Floße und Luftmatratzen die Donau hinab schwimmen. Das Schwörwochenende in Ulm ist einmalig. Doch woher kommt diese Tradition eigentlich? Eine Spurensuche.

Wilfried Buchele wird dieses Jahr der „Fassroller“ sein, der mit einer Hand ein 20 Kilogramm schweres 120-Liter-Fass auf der Kante vor sich her rollt. Zunftmeister ist Karl Faßnacht, der 30 Jahre lang Obermeister der Küferinnung Ulm war. Er wird während des Tanzes auf dem Fass stehen und ein gefülltes Weinglas auf einem Reifen schwingen. Unter der Leitung von Sascha Feiertag wird der Musikverein Wiblingen die Tänzer wieder musikalisch begleiten.

Nabada-Floß aus dem Drucker: Warum einem Ulmer ein einfaches Plastikboot nicht reicht
Nabada 4.0 – historisches Traditionsfest trifft auf modernste Technik. Mit einem 3D-Drucker bastelt ein Ulmer gerade an einem Floß, mit dem er am Schwörmontag auf der Donau treiben möchte. Wir haben ihn in seiner Werkstatt besucht und uns zeigen lassen, wie viel Arbeit so ein Floß ist.

Die Aufführungstermine: 

Sonntag, 14. Juli: 10 Uhr: Wiblingen, Klosterhof; 10.45 Uhr: Söflingen, Klosterhof; 11.45 Uhr: Eselsberg, Platz beim Bürgerzentrum Eselsberg; 12.45 Uhr: Böfingen, Quartiersplatz Lettenwald; 14 Uhr: Neu-Ulm, Rathausplatz.

Sonntag, 21. Juli: 16 Uhr: Kornhausplatz; 16.20 Uhr: Judenhof; 16.50 Uhr: Hafenbad/Hafengasse; 17.10 Uhr: Hans-und-Sophie-Scholl-Platz; 17.40 Uhr: Weinhof; 18 Uhr: Marktplatz.

Schwörmontag, 22. Juli: 11 Uhr: im Rahmen der Schwörfeier auf dem Weinhof.

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