Deutsche Bank in Ulm: Kunden wollen Nachhaltigkeit

 Die Deutsche Bank am Münsterplatz in Ulm.
Die Deutsche Bank am Münsterplatz in Ulm. (Foto: Alexander Kaya)
Schwäbische.de

Die Deutsche Bank in Ulm hat sich im Geschäftsjahr 2021 in einem „weiterhin herausfordernden Umfeld“ nach eigenen Angaben „sehr gut entwickelt“ und damit ihre Position in der Region weiter ausgebaut.

So sei das Geschäftsvolumen, also die Summe aus Krediten, Einlagen und Depotvolumen, zum 31. Dezember 2021 im Marktgebiet Württemberg-Ost um 10,3 Prozent auf 10,8 Milliarden Euro gewachsen, in Ulm um 7,8 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Die Deutsche Bank betreute in der Region Württemberg-Ost Ende 2021 rund 820 350 Kunden, davon rund 27 150 in Ulm.

Stephan Hinz, Leiter des hiesigen Privatkundengeschäfts: „Die Corona-Pandemie, niedrige Zinsen, steigende Inflation und jetzt der furchtbare Krieg in der Ukraine: Das Marktumfeld, in dem wir uns derzeit bewegen, ist denkbar schwierig. Dennoch haben wir das Geschäftsjahr 2021 sowie die ersten Wochen des neuen Jahres sehr erfolgreich abgeschlossen.“

Deutsche Bank: Kundschaft will in Ulm mehr Nachhaltigkeit

Die Kundinnen und Kunden in Ulm würden ein hohes Interesse für nachhaltige Investments und Finanzierungen zeigen. Kriterien seien Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung (ESG). „Es ist unser Ziel, in jeder Kategorie der Vermögensanlage mindestens ein nachhaltiges Finanzprodukt anzubieten“, sagt Stephan Hinz.

Die Deutsche Bank zeige in Ulm auch nach außen, wie wichtig Nachhaltigkeit für sie ist. Die Filiale am Münsterplatz sei in eine „grüne“ Filiale umgewandelt und im Foyer eine Echt-Moos-Wand aufgestellt worden.

Bei der Geld- und Vermögensanlage sei die Beratung bei den Ulmern besonders gefragt gewesen. „Neben den Folgen der Corona-Pandemie dominieren Fragen rund um die steigende Inflation die Gespräche. In den vergangenen Wochen mehren sich die Anfragen nach der geeigneten Vermögensstrategie in der Ukraine-Krise“, so Hinz. Insgesamt setzte sich bei den Ulmern der Trend zu Aktien und Aktienfonds fort. Hinz: „Aktien können bei steigender Inflation einen gewissen Schutz bieten. Bei den derzeitigen volatilen Märkten setzt dies aber Geduld und einen mittelfristigen Anlagehorizont voraus.“

Deutsche Bank in Ulm verdient mit Aktien

Bei der Anlage in Kapitalmarktprodukte blickt die Deutsche Bank in Ulm auf „ein sehr gutes Jahr“ zurück. Das Depotvolumen hat sich im Marktgebiet Württemberg-Ost zum 31. Dezember 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 21,3 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro deutlich erhöht. In Ulm lag das Depotvolumen bei 454 Millionen Euro. Das sei ein Plus von 18,3 Prozent. Das Einlagenvolumen betrug im Marktgebiet Württemberg-Ost rund 4,3 Milliarden Euro, davon in Ulm rund 933 Millionen Euro. Das entspricht einer Steigerung von 8,1 Prozent.

Auch das Kreditgeschäft habe sich im Jahr 2021 positiv entwickelt, besonders bei Baufinanzierungen und gewerblichen Krediten. Das Kreditvolumen betrug zum 31. Dezember im Marktgebiet Württemberg-Ost rund 3 Milliarden Euro, davon in Ulm 320 Millionen Euro. Das bedeute ein Plus von 2,7 Prozent im Marktgebiet Württemberg-Ost und von 3,0 Prozent in Ulm.

„Wir begleiten kleine und mittelständische Unternehmen, wenn es darum geht, aus einem starken deutsch-europäischen Netzwerk heraus auf dem Weltmarkt zu agieren – mit wachsendem Erfolg“, so Oliver Riedinger, der für die Unternehmensbank in Ulm verantwortlich ist. Trotz eines schwierigen Umfelds stiegen Gesamtertrag und Kreditvolumen gegenüber dem Vorjahr deutlich.

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