Das steckt hinter dem stundenlangen Stau auf der A8 bei Ulm

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Auffahrunfall blockiert stundenlang die Autobahn
Nach einem Auffahrunfall blockierte ein Lastwagen stundenlang die Autobahn. (Foto: Thomas Heckmann)
Thomas Heckmann

Kurz vor halb eins waren zwei Lastwagen hintereinander im Baustellenbereich auf der A8 bei Ulm-West in Fahrtrichtung Stuttgart unterwegs. Als der vordere Lastzug bremsen musste, bremste auch der 56-jährige Fahrer des hinteren Sattelzuges.  Wegen der regennassen Fahrbahn war der Bremsweg allerdings zu lang für seinen Abstand zum Vordermann.

Der Lkw-Fahrer zog im letzten Moment vor dem Aufprall noch nach links. Dadurch blieb der Lkw-Fahrer unverletzt, aber sein Fahrzeug blieb mit defektem Motor so stehen, dass auch die linke Fahrspur eingeengt war. Autos konnten sich bei einer Restbreite von rund 2,30 Metern noch vorsichtig vorbeitasten, Lkw und Wohnmobile kamen jedoch nicht mehr vorbei.

Polizei muss Verkehr leiten

Nur wenige Autofahrer nutzen die Möglichkeit, über die Parallelfahrbahn der Ausfahrt an der Unfallstelle vorbeizukommen. Erst als die Polizei die Durchgangsfahrbahn sperrte und der Verkehr zwangsweise rechts an der Unfallstelle vorbeifahren musste, besserte sich der Durchfluss an der Engstelle.

Ein knappes Dutzend Lastwagenfahrer in der Baustelle rangierten mit Hilfe der Polizei ihre Fahrzeuge rückwärts bis zum Begin der Absperrung, um an der Unfallstelle vorbeizukommen.

Holzbalken durchschlugen die Wand

Der vordere Lastzug wurde beschädigt, konnte aber selber bis zu einer Werkstatt weiterfahren. Durch den heftigen Aufprall hatte sich auch die unzureichend gesicherte Ladung im auffahrenden Lastwagen in Bewegung gesetzt. Frisch geschnittene Holzbalken durchschlugen die Vorderwand des Sattelaufliegers. Um das Unfallfahrzeug aus der Baustelle schleppen zu können, waren daher zwei große Abschlepp-Laster notwendig, die über eine Betriebszufahrt im Rückwärtsgang an die Unfallstelle fahren mussten.

Nach gut drei Stunden war die Unfallstelle geräumt und der Stau konnte sich auflösen. Den Sachschaden gibt die Polizei mit rund 30.000 Euro an.

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