Das ist am Internationalen Museumstag in der Region geplant

 Im Museum Brot und Kunst empfängt künftig Museumsmaus Echnaton, genannt Toni, die kleinen Besucher.
Im Museum Brot und Kunst empfängt künftig Museumsmaus Echnaton, genannt Toni, die kleinen Besucher. (Foto: Wolfinger)
Franziska Wolfinger

Diesen Sonntag kann man wieder auch Entdeckertour gehen: Die Museen in der Region machen mit beim Internationalen Museumstag. 17 Einrichtungen aus Ulm und dem Landkreis Neu-Ulm haben ein gemeinsames Programm auf die Beine gestellt, einige weiteren Museen machen unabhängig davon mit. Bei freiem Eintritt gibt es verschiedene Führungen, Mitmachaktionen, ein Gewinnspiel und gastronomische Angebote. Es ist also jede Menge geboten.

Museum soll ein Aufenthaltsort für Bürgerinnen und Bürger sein

Für die Organisation des Museumstages in der Region mitverantwortlich ist Ella Platschka, wissenschaftliche Volontärin am Museum Brot und Kunst in Ulm. Sie sagt über den Aktionstag dieses Wochenende: „Wir wollen zeigen, dass ein Museum auch ein Aufenthaltsort für die Menschen ist – abseits von der Arbeit oder dem eigenen Zuhause.“ Die Menschen sollen sich willkommen fühlen, Fragen stellen und auch mit Museumsleitern, Kuratorinnen und anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ins Gespräch kommen.

Zusätzlich zum normalen Programm haben sich viele Museen noch ein Rahmenprogramm ausgedacht: Im Museum Brot und Kunst wird der neue Audioguide für Kinder vorgestellt, in dem die Museumsmaus Toni durch die Ausstellung führt. Sprecherinnen des Guides, unter anderem Eva Löbau (u.a. Tatort), sind am Sonntag vor Ort und machen persönliche Rundgänge. Außerdem gibt es Führungen durch die Sonderausstellung „Essen als Bekenntnis“ und die Dauerausstellung.

Das Stadthaus steigt – eher untypisch für Museen – mit dem Konzert „Lieder von der Lerche“ in den Tag ein. Mehr über die heimische Pflanzenwelt erfahren Besucherinnen und Besucher bei einer Botanik-Stunde mit der Hochschulgruppe des BUND.

Am Museumstag gibt es in der Region viele Angebote für Kinder

Im Museum Ulm gibt es verschiedene Kurzführungen und unter dem Motto „Kunst bewegt“ ein Work-out. Kinder können an einem Werktisch kreativ werden und etwa Steinzeittattoos mit Naturfarben gestalten.

Auch die Kunsthalle Weishaupt bietet einen Werktisch für Kinder und ein Rätselheft, mit dem sie spielerisch die Ausstellung „Malerische Poesie“ mit Skizzen Marc Chagalls entdecken können.

An der Hochschule für Gestaltung gibt es Führungen durch die aktuelle Otl Aicher-Ausstellung, die zum 100. Geburtstag des Gestalters am 13. Mai gestaltet wurde. Kinder können angelehnt an die Arbeiten Aichers eigene Plakate erstellen.

Ganz in der Nähe der HfG befindet sich auch die KZ-Gedenkstätte Oberer Kuhberg, die zum internationalen Museumstag zwei Rundgänge anbietet. Es geht um den Alltag der Häftlinge, zudem sind die Räume der ehemaligen Lagerverwaltung zu sehen.

Mit einer Blackbox will das Edwin-Scharff-Museum Theater ins Museum bringen und Besucherinnen und Besucher animieren, ihr Potenzial als Performance-Künstler zu entwickeln. Und in der Museumswerkstatt können Familien gemeinsam passend zur Ausstellung „Architektierisch“ Tiere, Fabelwesen oder Ähnliches basteln.

Das Donauschwäbische Zentralmuseum hat nach langer Umbauphase erst seit rund zwei Wochen wieder geöffnet. Das Museum will Kostproben aus der Vielfalt seiner neuen Angebote geben.

In Herr Zopf's Frieseurmuseum in Neu-Ulm werden Führungen durch die Geschichte des Friseurberufs angeboten. Zwar nur Online, dafür aber rund um die Uhr sind unter schwaben-tech-park.de Exponaten der Ulmer Technikgeschichte zu sehen. In Ulm nehmen außerdem die Galerien Sebastianskapelle, Kunstverein Ulm, BBK Künstlerhaus und die Bege Galerien am Museumstag teil.

Auch die Neu-Ulmer Landkreismuseen sind dabei

Auch die vier Museen, die der Landkreis Neu-Ulm betreibt, haben für Sonntag etwas vorbereitet. Im Archäologischen Park Kellmünz gibt es um 12, 14, und 15 Uhr Mit-Mach-Familienführungen. Auch das Bayerische Bienenmuseum in Illertissen bietet stündlich Führungen für Familien an. Zudem wird der 3D-Bienenfilm „Das Leben ist (k)ein Honigschlecken“ gezeigt.

Das Klostermuseum Roggenburg hat für Kinder ein Suchspiel organisiert und im Museum für bildende Kunst in Oberfahlheim liest Künstler Dietmar H. Herzog von 15 bis 17 Uhr kurze Passagen zu seinen Zeichnungen in der Ausstellung „Eindrücke zur Donau“.

Das Heimatmuseum Pfuhl zeigt Exponate aus der kreisarchäologischen Sammlung. Auch das Heimatmuseum Jedesheim ist am Sonntag geöffnet und gibt Einblicke in längst vergangenes Dorfleben. Und sogar das derzeit wegen Sanierung geschlossene Heimatmuseum Weißenhorn beteiligt sich am Internationalen Museumstag. Die Weißenhorner öffnen am Nachmittag ab 13 Uhr ihr Depot, ab 14 Uhr gibt es jeweils zur vollen Stunde Führungen und Vorträge.

Termin: Der Internationale Museumstag findet diesen Sonntag, 15. Mai, statt. Die meisten der teilnehmenden Museen öffnen an diesem Tag von 11 bis 17 Uhr. Genauere Informationen bieten die Internetauftritte der teilnehmenden Museen und eine Broschüre, die in den Einrichtungen ausliegt.

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