Chororgel im Ulmer Münster steht zum Verkauf

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Schwäbische Zeitung

Andreas Ladach handelt mit gebrauchten Pfeifenorgeln. Sein Geschäftssitz ist in Wuppertal, weit weg von Ulm. Dennoch: Wer auf Ladachs Homepage geht, findet dort derzeit ein vertrautes Bild – das des derzeit nicht zugänglichen Chorraums des Ulmer Münsters mit seiner Chororgel. Ladach bietet das Instrument zum Verkauf an, eine 1960 gebaute Rieger-Orgel mit zwei Manualen.

Bei vielen Hochzeiten wurde sie in den vergangenen fast 60 Jahren gespielt, bei zahllosen Veranstaltungen und Gottesdiensten im Chorraum. Doch nun soll sie im Rahmen der Sanierung durch ein neues Instrument ersetzt werden, nachdem sich laut Münsterkantor Friedemann Johannes Wieland bei einer Begutachtung herausgestellt hat, dass es mit einer Reinigung und Reparatur nicht getan sei. Auf rund eine halbe Million Euro schätzt Wieland die Kosten, es läuft bereits eine Spendenaktion.

Bevor die neue Chororgel kommt, soll aber die alte weg. 35.000 Euro soll das gute Stück kosten – ohne Mehrwertsteuer und ohne Transport. Die etwa sechs Tonnen schwere Orgel könne sofort abgebaut und abtransportiert werden, schreibt Ladach; das Gerüst des Chorraums könne dazu genützt werden.

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