Caritas-Projekt bewahrt die Nähkunst aus dem Nahen Osten

 Blick in die Nähstube für geflüchtete Frauen der Caritas in Ulm.
Blick in die Nähstube für geflüchtete Frauen der Caritas in Ulm. (Foto: Caritas)
Regionalreporter Ulm/Alb-Donau

„Unglaublich“ sei die Resonanz auf die „Nähstube“, die die Caritas in diesem Sommer in der Hindenburg-Kaserne am Eselsberg eröffnet hat und zwar für geflüchtete Frauen. Die Chefin des Projekts, Regina Konz, die bei der Caritas in Ulm die Familienhilfe leitet, berichtet von 20 Frauen aus Syrien und dem Irak, die das Angebot mittlerweile wahrnehmen.

Sie bewahren und kultivieren damit ein Stück Nähkunst aus dem Nahen Osten, welche sie durch ihre Flucht mit nach Ulm gebracht haben. Ein weiterer Zweck: Die Frauen sollen Deutsch lernen, unter anderem mithilfe von bislang acht deutschen Nähpatinnen – einheimische Frauen, die ebenfalls der Handarbeit zugeneigt sind. Und das Fernziel, so Konz, sei es, die Frauen unter anderem durch die integrativ wirkende Tätigkeit in der Nähstube in den Arbeitsmarkt zu vermitteln. Sie sollen mit ihrem Handwerk auch hier in Deutschland Fuß fassen können. Vier der 20 Teilnehmerinnen seien schon in ihrem Heimatland professionelle Näherinnen gewesen.

Was in der Nähstube immer gebraucht werde – und wofür das von SZ-Lesern im Rahmen unserer Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“ gespendete Geld verwendet werden soll: Nähgarn und Stoff, aber auch für die Kinderbetreuung, während die Frauen an einer der zehn Nähmaschinen arbeiten.

Frauen, die sich selbst gerne einbringen möchten in der Nähstube, können sich per Mail melden bei Regina Konz, konz@caritas-ulm-alb-donau.de

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