Fahrer rast mit 230 Sachen der Polizei davon

 Polizistin kontrolliert im Rahmen eines „Blitzermarathons“ mit einem Geschwindigeitsmessgerät das Tempo von Fahrzeugen auf eine
Polizistin kontrolliert im Rahmen eines „Blitzermarathons“ mit einem Geschwindigeitsmessgerät das Tempo von Fahrzeugen auf einer Straße. (Foto: Bernd Weissbrod)
Schwäbische Zeitung

Beim Blitzmarathon im Bereich des Polizeipräsidiums Ulm wurden insgesamt 28 406 Fahrzeuge gemessen. Davon waren 1543 Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs.

Die meisten Verstöße wurden mit Verwarnungsgeldern geahndet, doch 325 Fahrer müssen laut Polizei mit Bußgeldern und mit Punkten rechnen, 19 davon zudem mit einem Fahrverbot. Darüber hinaus zog die Polizei an ihren Kontrollstellen noch neun betrunkene und unter Drogen stehende Autofahrer aus dem Verkehr. Zwölf weitere benutzten ihr Handy am Steuer.

Premiere für neue Geschwindigkeitsmessanlage

Zum ersten Mal kam zudem die neu angeschaffte mobile Geschwindigkeitsmessanlage zum Einsatz, die an der B 10 im Bereich der Anschlussstelle Ulm-West stand. Alleine diese Anlage hat knapp 14 000 Fahrzeuge gemessen: darunter 436 Geschwindigkeitsverstöße, 39 davon sind bußgeldbewährte Verstöße mit Punkten, teilt die Polizei Ulm mit.

Im Gebiet des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West, zu dem unter anderem die Landkreise Neu-Ulm, Unterallgäu und Günzburg gehören, überwachten 89 Polizeibeamte von Mittwochmorgen um 6 Uhr bis Donnerstagfrüh um 6 Uhr an 57 Messstellen die zulässigen Höchstgeschwindigkeit.

25 000 Fahrzeuge passierten die Messstellen auf bayerischer Seite

Wegen der derzeit hohen Infektionszahlen in der Corona-Pandemie erfolgten die Messungen überwiegend durch stationäre Anlagen, die an verschiedenen Orten zum Einsatz kamen. Nur an besonderen Unfallschwerpunkten und Gefahrenstellen wurde vereinzelt auch mit Handlasergeräten gemessen.

Insgesamt passierten nahezu 25 000 Fahrzeuge diese Messstellen, wobei die Polizei bei insgesamt 450 Fahrzeugen überhöhte Geschwindigkeit feststellte. Der Großteil der Fahrer muss dabei laut Angaben der Polizei nur mit einem niedrigen Verwarnungsgeld rechnen – doch es gibt auch Ausnahmen.

Polizei konnte ihn nicht anhalten

Der absolute Spitzenreiter – auch bayernweit – war ein Motorradfahrer: Der Mann war mit seinem Motorrad auf der einspurigen Landstraße von Schneckenhofen Richtung Bubesheim unterwegs. Bei maximal erlaubten 100 Kilometer pro Stunde reizte der Fahrer am späten Abend offenbar mit einer Geschwindigkeit von stolzen 231 Sachen das Maximum aus seiner Maschine aus. Damit hatte er die zulässige Höchstgeschwindigkeit um ganze 131 Kilometer pro Stunde überschritten.

Weil er so schnell war, konnten die Beamten den Fahrer nicht anhalten. Die Polizei hat diesbezüglich die Ermittlungen aufgenommen. Der bundeseinheitliche Bußgeldkatalog sieht für einen solchen Verkehrsverstoß ein dreimonatiges Fahrverbot, zwei Punkte in Flensburg und ein Bußgeld in Höhe von 1200 Euro vor.

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