Bittere Niederlage für den Neuling

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 Der TTC Neu-Ulm (hier Tiago Apolonia) verlor gegen Bremen.
Der TTC Neu-Ulm (hier Tiago Apolonia) verlor gegen Bremen. (Foto: TTC Neu-Ulm)
Schwäbische Zeitung

Der TTC Neu-Ulm hat sein Heimspiel in der Tischtennis-Bundesliga gegen Werder Bremen mit 2:3 verloren. Vor rund 300 begeisterten Zuschauern in der Ratiopharm-Arena in Neu-Ulm gelangen dem Bundesliga-Neuling zwei Erfolge gegen Vize-Weltmeister Mattias Falck, dennoch reichte es auch im dritten Spiel nicht zum ersten Saisonsieg.

Wieder gut gespielt, erneut knapp verloren. Die Neu-Ulmer Tischtennis-Profis zahlen weiter Lehrgeld in ihrer ersten Bundesliga-Saison. Gegen Bremen mussten die Gastgeber ohne den angeschlagenen Victor Brodd sowie Gustavo Tsuboi antreten, der in Lima mit Brasilien Panamerikanischer Meister geworden war. In Tiago Apolonia hatte Neu-Ulm aber den Zweiten der Team-EM im Aufgebot. Der 33-jährige Portugiese zeigte gegen Hunor Szöcs eine gute Leistung, musste sich aber in vier Sätzen (9:11, 8:11, 11:8, 8:11) geschlagen geben. Überraschend glich Abdel-Kader Salifou für den TTC zum 1:1 aus. Der Franzose besiegte Vize-Weltmeister Mattias Falck, der in Neu-Ulm einen schwarzen Tag hatte, in fünf Sätzen (4:11, 11:6, 3:11, 11:6, 11:8). Der 16-jährige Kay Stumper kam gegen Kirill Gerassimenko zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz: Das TTC-Talent hielt die Partie lange offen, verlor aber mit 1:3 Sätzen (7:11, 11:7, 7:11, 8:11). Packend war das vierte Spiel von Tiago Apolonia gegen Mattias Falck. Der Neu-Ulmer Publikumsliebling rang Falck mit 3:2 (11:5, 6:11, 16:14, 8:11, 12:10) nieder.

Beim Stand von 2:2 musste nun das Doppel entscheiden. Der Neu-Ulmer Coach Zhibin schickte Abdel-Kader Salifou mit dem jungen Kay Stumper ins entscheidende Match gegen das Bremer Duo Huno Szöcs und Kirill Gerassimenko. Das bessere Ende hätten die Gäste, denen sich Salifou und Stumper nach vier Sätzen (8:11, 4:11, 11:4, 11:13) geschlagen geben mussten. Das ersatzgeschwächte TTC-Team stand somit wieder ohne Punkte da, trotz einer guten Leistung.

Der 16-jährige Neu-Ulmer Kay Stumper zeigte an diesem Abend sein Potenzial, spielte bei seinem Bundesliga-Debüt ohne Nervosität und mit großer Aggressivität. Tugenden, die im abschließenden Doppel erneut zu sehen waren – aber eben unbelohnt blieben. „Ich war am Anfang sehr nervös, vor allem im ersten Satz, dann habe ich besser reingefunden“, so Stumper. Zur Lage des TTC Neu-Ulm mit drei Niederlagen in drei Spielen sagte der Youngster: „Wir hatten zweimal Pech. Wir werden weiter unser Bestes geben, um in den nächsten Spielen möglichst viele Punkte zu holen.“

Der TTC-Vorsitzende Florian Ebner bedauerte, „dass wir nicht mehr Zuschauer für dieses spannende und hochklassige Match begeistern konnten“. Mit der Leistung des Teams war er zufrieden. Allerdings ist für Ebner auch klar: „Jetzt muss endlich der erste Sieg her.“ Die nächste Chance dazu hat der TTC am Freitag, 20. September, 19 Uhr, in der Ratiopharm-Arena gegen Saarbrücken.

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